Judith Rakers sagt Moderation des Sempernopernballs ab

Blick in die Semperoper zum Semperopernball 2019. // Foto: Robert Michael

Judith Rakers  möchte den Semperopernball am 7. Februar 2020 nicht moderieren. Am Mittwochabend gab Sie ihre Entscheidung bei Twitter bekannt. Am Montag hatte sie bereits um eine Auflösung des Moderations-Vertrages gebeten, wartet aber noch auf eine Zustimmung. Die Tagesschau-Sprecherin hat damit wegen der umstrittenen Preisverleihung an den ägyptischen Machthaber al-Sisi die Konsequenzen gezogen.

Auf Instagram schrieb Rakers: „Liebe Insta-Freunde, liebe Freunde des Semperopernballs. Viele von Euch fragen nach, wie ich mich entschieden habe in Sachen Semperopernball. Ich möchte hier weiterhin transparent vorgehen:
Ich habe den Semperopernball e.V. in den vergangenen Tagen um Auflösung des Vertrages gebeten und habe angeboten, auf jegliches Honorar – auch für bereits geleistete Arbeit – zu verzichten, wenn der Ballverein mich im Gegenzug aus dem noch bindenden Vertrag entlässt…“

Auch Roland Kaiser äußerte sich am Abend. Er gab bekannt den Ball trotz der Vorfälle weiterhin moderieren zu wollen. Auf Facebook schrieb er: “ Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, den SemperOpernball zu moderieren – und zwar nicht trotz, sondern vielleicht gerade wegen dieses Vorfalls. Gemeinsam mit den Gästen auf der Bühne und im Publikum werde ich beweisen, dass das Herz des SemperOpernballs für Pluralismus, Meinungs- und Pressefreiheit, Toleranz, Freiheit und Demokratie schlägt.“

Er akzeptiere aber die Entscheidung Rakers, obwohl er bedauere nicht mit ihr auf der Bühne zu stehen. Welche Dame nun gemeinsam mit ihm durch die Ballnacht führen wird, will der Opernball e.V noch diese Woche mitteilen.

Die Nachfolgerin von Judith Rakers war allerdings schneller gefunden als gedacht. Wie der Semperopernball-Verein nun bekannt gibt, wird Mareile Höppner die Moderation des nächsten Balls am 7. Februar übernehmen.

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