Corona- Soforthilfe: Erste Antragsteller erhalten Zuschuss

Hechtblume, Rudolf-Leonhard-Straße 11, 01097 Dresden // Foto: Stadt Dresden

Vier Tage nach dem Stadtratsbeschluss zur „Soforthilfe Corona-Pandemie“ erreichen bereits heute die ersten Zuwendungsbescheide betroffene Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen.

Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung: „In kürzester Zeit sind viele Unternehmen in existentielle Nöte geraten. Jetzt kommt es auf unbürokratische und schnelle Hilfe an. Mit jeweils 1 000 Euro Soforthilfe können wir in vielen Fällen erste finanzielle Engpässe überbrücken.“ Die ersten drei Bescheide übergab Franke persönlich, um sich vor Ort noch ein besseres Bild der Situation zu verschaffen:

Theresa Münzner (42) und ihr Mann Fabian (40) betreiben den Blumenladen Hechtblume, der seit dem 17. März 2020 schließen muss: „Vorgefertigte Waren wurden nicht verkauft und musste entsorgt werden. Wir haben im Umfang von mehreren tausend Euro Osterware bekommen, auf der wir sitzenbleiben. Mit den Gehältern für unsere drei Mitarbeiter sind unsere Reserven aufgebraucht. Mit der Soforthilfe können wir jetzt erst einmal die die Mietkosten bestreiten.“

Auch Maßschuhmacher Alexander Preiß (50) spürt die Auswirkungen der Krise: „Durch die Ausgangsbeschränkungen ist keine Neukundenakquise möglich. Zum Vermessen der Füße ist persönlicher Kontakt notwendig. Anproben über Probeschuhe, um die gefertigten Leisten zu überprüfen, sind eingeschränkt bis gar nicht mehr möglich. Damit können die Schuhe nicht gefertigt und damit die Aufträge nicht weiterbearbeitet werden.“

Schmuckgestalterin Dorit Schubert (47) erleidet gerade maßgebliche Umsatzeinbußen eine ausgefallene Internationale Handwerksmesse in München: „Wie schon seit mehreren Jahren wäre ich auch in diesem Jahr dort Aussteller – es ist die wichtigste Messe für mich. Jetzt fehlen direkte Verkäufe aber auch wichtige Kontakte und Verabredungen mit Galerien und Wiederverkäufern für die Zukunft.“

Eduardo Palomba (32) hat vor vier Jahren das italienische Restaurant „la moka“ am Nordbad eröffnet. Er hat seinen Antrag am Freitag abgegeben, wartet aber noch auf seinen Bescheid: „Uns fehlen komplett die Umsätze, aber viele große Kostenblöcke laufen weiter. Wir bauen den jetzt Außerhausverkauf aus und entwickeln weiter kreative Alternativen, um unseren Mitarbeitern weiter die Gehälter zahlen zu können.“ Dr. Robert Franke verspricht: „Bis Ostern werden wir das Gros der Hilfen ausgezahlt haben. Wir haben unsere Teams aufgestockt und arbeiten sieben Tage die Woche in zwei Schichten die Anträge ab.“

Alle Informationen zum Antragsverfahren und die Antragsunterlagen der „Soforthilfe Corona-Pandemie“ erhalten Sie unter www.dresden.de/wirtschaftsservice.

Fragen dazu beantwortet der Wirtschaftsservice unter Telefon (03 51) 4 88 87 26 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) oder wirtschaftsfoerderung@dresden.de.

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