Eltern fordern schnelleren Schulstart

Ein leerer Klassenraum. Bei Schule schwänzen bringen Geldbußen meist wenig. Foto: Pixabay
Ein leerer Klassenraum. // Foto: Pixabay

Der Kreiselternrat findet die Corona-Einschränkungen nicht mehr verhältnismäßig.

Die Vorsitzenden der Kreiselternräte von Görlitz, Bautzen und Dresden, Ronald Lindecke, Marcus Fuchs und Martin Raschke, fordern in einem offenen Brief an das sächsische Kultusministerium, „… alsbald die häusliche Lernzeit zu beenden und den Schulbetrieb wieder aufzunehmen.“ Aus Sicht vieler Eltern sei eine Öffnung der Schulen erst nach dem 4. Mai viel zu spät, heißt es in dem Schreiben, das unter anderem auch an das Landesamt für Schule und Bildung und die im Landtag vertretenen Fraktionen gerichtet ist. Die Vorsitzenden der drei Kreiselternräte begründen ihre Forderung nach früherer Öffnung damit, dass in Sachsen derzeit 0,1 Prozent der Bevölkerung mit dem Corona-Virus infiziert oder schon wieder gesund sei.

Bei einer erforderlichen Immunisierung von 70 Prozent der Bevölkerung würden Jahre vergehen, um eine Herden-Immunität zu erreichen. Zudem sei mit einer erneuten, vielleicht in mutierter Form, auftretenden Viruswelle zu rechnen. „Wollen wir dann wieder über Wochen oder Monate alle Schulen schließen?“, fragen Ronald Lindecke, Marcus Fuchs und Martin Raschke.

Um die Schulöffnung voranzutreiben, bringen die Kreiselternräte verschiedene Optionen ins Spiel. So könnten kurzfristig für ältere Jahrgänge regelmäßige Konsultationszeiten eingeführt werden. Dies sei auch bei Jüngeren möglich, die dann in kleinen Gruppen arbeiten. Mittelfristig müsse der Schulkonferenz „… ein schulindividuelles Konzept vorgestellt werden.“ Unterricht könne unter anderem in offenen Räumen oder im Freien durchgeführt werden. Der dauerhafte Einsatz von Schutzmasken wird dagegen kritisch gesehen.

SZ

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