Letzte Verhandlungen: Wer rettet die Weiße Flotte?

Dampfschifffahrt
Die Sächsische Dampfschifffahrt hat im Juni 2020 Insolvenz anmelden müssen. Niedrigwasser und damit verbundene Umsatzrückgänge hatten das Unternehmen zuletzt in die roten Zahlen rutschen lassen. // Foto: Ronald Bonss

Nur noch circa zwei Wochen bleiben für die Rettung der Weißen Flotte. Eine Spendenaktion für die Dampfer läuft aus, derzeit ohne Erfolg.

Die letzten Verhandlungen laufen, der Entwurf des Kaufvertrags ist unterwegs. Nun wird sich entscheiden, wer der neue Investor bei der Sächsischen Dampfschiffahrt wird. Wie die Geschäftsführung des Unternehmens mitteilte, gäbe es derzeit drei seriöse Investoren. Mit ihnen hat Sanierungsgeschäftsführer Burkhard Jung Details besprochen, jetzt geht es um die Entscheidung, die die Geschäftsführung nach Absprache mit dem Gläubigerausschuss fällt.

Bis Anfang September will Jung Klarheit darüber haben, wer den Dampfern mit einer Millionensumme aus der finanziellen Krise hilft. Der Investor hat in Zukunft auch das Sagen bei der Dampfschifffahrt. Jung betonte mehrfach, ihm sei wichtig, dass die Flotte als Ganzes auf der Elbe erhalten bleibe.

Die künftige Führungsriege muss sofort ein neues Problem lösen. Durch die Insolvenzanmeldung wurde die Werft zu einem der Gläubiger. Das vorherige Mietverhältnis ist somit hinfällig. Sollen die Schiffe weiter in Laubegast repariert werden, müssen die Bedingungen dafür neu ausgehandelt werden. 

Parallel zu den Verhandlungen hat die Fachgruppe Elbeschiffahrt im Landesverein Sächsischer Heimatschutz eine Petition für den Erhalt der Dampfschiffahrt in Dresden gestartet. Insgesamt haben 1.473 Menschen unterschrieben. Sie unterstützen das Ziel, die Raddampferflotte als Kulturgut schützen zu lassen. Der Aufruf richtet sich an die Stadt und den Freistaat. Die Frist zur Mitzeichnung der Petition ist inzwischen abgelaufen. 

SZ/DAWO

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