Auf dem Weg zur globalisierten Uni

Ursula Staudinger ist die neue Rektorin der TU Dresden. // Foto: Steffen Unger

Ursula Staudinger ist seit dieser Woche Rektorin der TU. Sie will die Hochschule weiter profilieren.

Die moderne Universitätslehre steht vor großen Herausforderungen. Und das auch ganz abgesehen von der Corona-Pandemie, die das Thema der digitalen Lehre verstärkt in den Fokus gerückt hat. Wie lassen sich Forschung und Lehre noch besser verbinden? Wie kann der Exzellenzstatus die TU weiter nach vorn bringen und wie behauptet sich die sächsische Hochschule in einer globalisierten Welt?

Fragen wie diese gehören seit dieser Woche zum Arbeitsalltag von Professorin Ursula Staudiger. Seit 18. August ist sie die neue Rektorin der TU. In den vergangenen Monaten hat sie ihr Team zusammengestellt, um diese Ziele schnell in Angriff nehmen zu können. Zu einer exzellenten TU Dresden gehöre für Staudinger unter anderem auch eine stärkere Profilierung als moderner Arbeitgeber mit einer Kultur der Wertschätzung, Transparenz, ausgeprägten Beteiligungsformaten sowie effizienten Strukturen und Prozessen. Gleichzeitig will die neue Rektorin die Chancen von Digitalisierung und Diversität für die TU Dresden nutzen und deshalb weiter ausbauen. „Selbstverständlich muss exzellente Forschung Hand in Hand mit exzellenter Lehre gehen“, so Ursula Staudinger.

Die Lehre solle sich in den kommenden Jahren durch innovative, hybride Lernund Prüfungsformen, überzeugende Lehrinhalte und eine ausgeprägte Forschungsorientierung und Internationalisierung auszeichnen. „Den Exzellenzstatus der TU Dresden gemeinsam erneut zu erringen und damit die zukünftige Entwicklung unserer Universität zu sichern, ist das wichtigste Ziel meiner fünfjährigen Amtszeit“, sagt Ursula Staudinger. Dabei sei die Weiterentwicklung von Strukturen und Anreizen zur Unterstützung von breit verstandener Interdisziplinarität auf Augenhöhe und die vertiefte Zusammenarbeit im DRESDEN-concept Netzwerk ein wesentlicher Ansatzpunkt“.

Darüber hinaus soll sich die TU zu einer globalen Universität für das 21. Jahrhundert entwickeln. Das 200-jährige Jubiläum der Universität 2028 könne dabei als Meilenstein gelten. Nicht nur Staudinger verspricht sich perspektivisch eine „größere weltweite Sichtbarkeit, die Bildung von Weltbürgern und exzellente Forschung, die hilft, die Herausforderungen der Menschheit zu bewältigen“. Ein Schwerpunkt soll künftig auch die Interdisziplinarität mit Blick auf die gesellschaftliche Verantwortung der Universität sein.

Für alle sichtbar werden könne diese „Stärkung der Interdisziplinarität und unserer gesellschaftlichen Verantwortung in dem für Lehrende, Lernende und für die Zusammenarbeit mit der Stadtgesellschaft gleichermaßen nutzbaren Projekthaus Zukunft, wie es im erfolgreichen Exzellenzantrag konzipiert wurde. Die Eröffnung anlässlich des 200. Geburtstags der Universität im Jahr 2028 muss realistisch sein.“

Teamgeist und Ideen

Um diese Ziele in den kommenden fünf Jahren erfolgreich umsetzen zu können, hat Professorin Staudinger das Rektorat erweitert und den Zuschnitt der Ämter geschärft. Deutschlandweit einzigartig ist dabei das Ressort Universitätskultur, welches sich den vier Feldern Diversität und Integration, Work-Life-Balance, Campusleben sowie der TU Dresden als zivile Akteur widmen wird.

Bei allen Herausforderungen setzt Staudinger auf Teamgeist und Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Universität: „Ich bin sicher, dass wir die genannten Ziele als Team im Rektorat gemeinsam verfolgen und in konstruktiver Arbeit mit allen Gruppen der Universität erreichen werden. Ich vertraue auf den oft zitierten Spirit an der TU Dresden, der auch für mich bereits in den ersten Wochen vor Ort spürbar war.“

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