Bibo Südvorstadt: Offen, wenn eigentlich „zu“ ist

Bibo-Leiterin Katrin Doll (links) und ihr Team am Standort am Münchner Platz 2. // Foto: sbu

Das Pilotprojekt „Open Library“ der Bibo Südvorstadt ist ein voller Erfolg – und nun endlich wieder verfügbar.

Die Bibliothek Südvorstadt am Münchener Platz hat seit Anfang August ihre Funktion als innovativer Vorreiter wieder eingenommen. Denn der Standort hat nun, wie ursprünglich vorgesehen, wieder an sieben Tagen in der Woche geöffnet, mit und ohne Personal. Dieses innovative Konzept nennt sich „Open Library“ und ist in dieser Form bislang einmalig in Ostdeutschland.

Es soll der Wegbereiter für künftige Standorte sein. „Bereits vor Corona war unsere Öffnung am Wochenende ein voller Erfolg, bis zu 500 Nutzer sind an den ‚personalfreien Tagen‘ in unsere Bibliothek gekommen“, erklärt Standortleiterin Katrin Doll.

Reinkommen, aussuchen, ausleihen

Das Prinzip ist simpel. Die Bibliothek ist – gesichert durch einen Wachdienst – ohne Fachpersonal geöffnet. Die Nutzer können die Bibo betreten, den Bestand durchsuchen, Medien ausleihen und zurückbringen. „Das funktioniert alles ganz einfach am Automaten mit der Benutzerkarte“, erklärt Katrin Doll.

Der Wachdienst übernimmt dabei keine Dienstaufgaben der Mitarbeiter, sondern schaut nur nach dem Rechten. „Natürlich stehen die freundlichen Mitarbeiter bei Problemen oder technische Fragen zur Verfügung“, so Doll. Die Bibo hat so jeden Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags (ab 12 Uhr) und am Wochenende ohne Fachpersonal.

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Ein Nachbarschaftszentrum soll entstehen

Durch die Corona-Krise war nicht nur zwischenzeitlich das Open-Libary-Konzept in Gefahr – gerettet werden konnte es nur Dank Finanzspritze aus dem Stadtbezirk –, sondern auch die geplante Funktion des Standortes als Nachbarschaftzentrum ist derzeit auf Eis gelegt.

In Zusammenarbeit mit dem Ortsamt Plauen war eigentlich vorgesehen, Vereinen und Menschen aus Plauen und Umgebung einen Veranstaltungsort für Abendveranstaltungen und Stadtteilkultur zur Verfügung zu stellen. „Wir können die Räume wöchentlich bis 22 Uhr zur Verfügung stellen und hoffen, dass es nach der Corona-Krise bald wieder los geht“, so Doll.

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