Warnung vor dem Betreten von Eis auf Gewässern

Winterspaziergang durch Dresdens schönes Altstadt - das war in diesem Winter leider Mangelware. Foto: Juliane Zönnchen
Foto: Juliane Zönnchen/Archiv

Das Dresdner Umweltamt und die Feuerwehr informieren zum Verhalten bei Dauerfrost.

Stabiles Winterwetter, Tage mit Dauerfrost, Eisbildungen auf Gewässern – das hat seine Verlockungen, aber auch Tücken. Das Dresdner Umweltamt und die Feuerwehr warnen aktuell davor, die entstehende Eisschicht auf Teichen, Seen, Bächen und Flüssen zu betreten. Die Tragfähigkeit wird nicht überprüft. Daher besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Personen beim Betreten einbrechen. Oft bilden sich unter Fließgewässern Hohlräume wegen schwankender Wasserstände. Die Eisstärke wächst in Naturgewässern uneinheitlich. Eltern sollten Kinder unbedingt aufklären und notfalls auch beaufsichtigen. Erwachsene sollten sich stets ihrer Vorbildrolle bewusst sein.

Außerdem dürfen vereiste Bäche oder Flüsse keinesfalls eigenständig aufgebrochen werden. Sobald sich Schollen oder Bruchstücke in Bewegung setzen, kann an Engstellen, Krümmungen und Hindernissen sogenannter Eisversatz entstehen. Dabei schiebt sich das Eis übereinander und türmt sich auf. Dadurch können Brücken, Gewässeranlagen und sogar Deiche beschädigt werden. Außerdem kann sich das fließende Gewässer oberhalb der Schollen Wege bahnen und stauen, so dass es in kurzer Zeit zu Überflutungen kommt. Ein Rückstau mit Überflutung kann auch eintreten, wenn geräumter Schnee in die Fließgewässer entsorgt wird. Dies soll bitte unterlassen werden, denn Schneehaufen im Gewässer oder am Ufer können durchfrieren und zum Fließhindernis werden.

Bei dauerhaft tiefen Temperaturen kontrollieren Fachleute des Umweltamtes die kleineren Gewässer im Stadtgebiet auf Eisgang. Weißeritz und Lockwitz liegen in der Zuständigkeit des Landestalsperren-Verwaltung des Freistaates Sachsen. Insbesondere in der Tauperiode kann Eis eine Gefahr darstellen, wenn auch mit Hochwasser zu rechnen ist. Allerdings war das bei den kleineren Gewässern selbst im harten Winter 2006 kein essentielles Problem.

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