Triumph der Titans – Rechnung beglichen

Foto: S. Manig/Archiv

Die Dresden Titans gewinnen auswärts gegen die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer mit 87:70. Dresdens Korbjäger feiern ihren 13. Saisonsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Den Dresden Titans ist in ihrem Nachholspiel gegen die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer ein fulminanter 87:70-Auswärtssieg geglückt. Damit revanchieren sie sich für die unglückliche Heimniederlage gegen Speyer vor zwei Wochen (72:83). Bereits nach acht gespielten Minuten führten Dresdens Korbjäger zweistellig und lagen für die verbleibende Spieldauer immer mit mindestens 11, zwischenzeitlich sogar mit 20 Zählern in Front. Eine der ansprechendsten Offensivleistungen der bisherigen Saison, verhalf den „Titanen“ zum 13. Erfolg im 17. Spiel und lässt sie im Gesamtklassement der ProB-Südstaffel auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken. Zum Verschnaufen und Feiern bleibt allerdings kaum Zeit. Aus dem Rheinland geht die Reise nämlich direkt weiter nach Ulm, wo am Samstagnachmittag um 14:00 Uhr die Talente der OrangeAcademy warten.

Das Spiel

Die Partie begann offensiv auf einem sehr hohen Niveau. Vor allem die Titans feuerten aus allen Zylindern, waren über Lenny Larysz, Georg Voigtmann und Bryan Nießen gleich mehrfach aus der Distanz erfolgreich. Zudem gab es einige spektakuläre Abschlüsse über Ringniveau durch Arne Wendler, Voigtmann sowie den einfliegenden Julius Stahl im Fast Break. Auf Seiten der Gastgeber war Topscorer Darian Cardenas mit neun Zählern die treibende Kraft. Mit der Sirene verkürzte dann noch Speyers Bertram Lind glücklich mit Brettdreier auf 22:33. Die „Titanen“ schienen an diesem Abend jedoch durch nichts zu verunsichern sein.

Wie entfesselt traten die Gäste auf, trafen weitere Dreier über Kirchner, Larysz und Eigengewächs Georg Kupke, der so endlich seine langersehnten ersten ProB-Punkte erzielen konnte. Im Anschluss demonstrierte der 19-jährige Bela Wenczel beim krachenden Alley-Oop-Dunk auch die athletischen Fähigkeiten der Dresdner Youngster. Als Team trafen die Sachsen bockstarke acht von elf Fernwürfen und beendeten die punktereichste Halbzeit ihrer bisherigen Saison mit 55:39!

Nach der Unterbrechung war den Gastgebern dann anzumerken, dass sie sich nicht einfach im eigenen Haus vorführen lassen wollten. Vor allem Cardenas zeigte sein gesamtes Repertoire in der Offensive, traf nach bulligen Drives am Brett, aber auch butterweich von außen. Die Titans erzielten zwar weiter kontinuierlich Zähler durch den überragenden Larysz sowie den engagiert reboundenden Wendler. Die ganz klare Dominanz aus der ersten Hälfte ging indes ein wenig verloren. Und ausgerechnet Lind traf mit der Sirene erneut für Drei, diesmal sogar ohne Brett. Dennoch bewahrten die „Elberiesen“ vor dem Schlussabschnitt einen weiterhin komfortablen 72:61-Vorsprung.

Zum Start des letzten Viertels initiierten Wendler, Wenczel und Nießen anschließend einen 6:0-Run, sorgten so wieder für sehr klare Verhältnisse und zwangen BIS Baskets-Coach Carl Mbassa zur Auszeit. Aber die Hypothek des stets zweistelligen Rückstands zehrte merklich an den Gastgebern, die an diesem Abend keine zwingenden Antworten auf das Dresdner Team und vor allem Larysz zu haben schienen. Jedes Fünkchen Hoffnung, wie ein Dreier durch Tim Schwartz in der 36. Minute, wurde sofort durch eine passende Dresdner Antwort im Keim erstickt – in dem Fall war es Wenczel, der postwendend von außen nachlegte und damit sein neues ProB-Karrierehoch (sieben Zähler) zementierte. Beim Stand von 87:70 endete die Partie mit dem verdienten Sieg für die Titans.

Stimme zur Partie

Für Dresdens Headcoach Fabian Strauß war nach dem Abpfiff klar, dass seine Mannschaft eine starke Leistung gezeigt hatte. „Gerade in der ersten Halbzeit war es offensiv eines der besten Spiele diese Saison, ohne Frage. Wir haben schnell und gut entschieden, die offenen Würfe mit Selbstvertrauen genommen. Gerade für unsere jungen Akteure wie Georg [Kupke] und Bela freut es mich, dass sie heute ihren Beitrag leisten konnten und abgeliefert haben.“

Auf Samstag angesprochen wünscht sich Strauß mehr vom heutigen Basketball seiner Titans. „Wenn wir von Sekunde eins so präsent, wach und aktiv auf dem Feld sind wie heute, dann brauchen wir vor niemandem Angst haben. Den jungen Ulmer Talenten müssen wir von Beginn an mit Aggressivität in der Defense begegnen und ihnen zeigen, dass wir auch dort gewinnen wollen.“

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