Woche des guten Lebens – Verkehrsexperiment in der Neustadt

AM 2. Mai startet ein Verkehrsexperiment in der Dresdner Neustadt (Foto: Una Giesecke)

Die Dresdner Neustadt wagt einen Test: Vom 2. bis zum 9. Mai sollen weite Teile der Louisenstraße sowie einige Nebenstraßen zum verkehrsberuhigten Platz werden.

Im Rahmen des Verkehrsexperiments „Woche des guten Lebens“ sind die Neustädterinnen und Neustädter eingeladen, den öffentlichen Raum in ihrem Viertel vom 2. bis 9. Mai 2021 neu zu denken und alternativ zu nutzen. Das Straßen- und Tiefbauamt hat dem Projektträger BUND Dresden e. V. im März 2021 die verkehrsrechtliche Anordnung erteilt.

Im Rahmen dieses Verkehrsversuchs werden verkehrsberuhigte Bereiche in weiten Teilen der Louisenstraße, im mittleren Teil der Alaunstraße, auf dem südlichen Abschnitt der Kamenzer Straße, auf der Talstraße, der Martin-Luther-Straße und am Martin-Luther-Platz eingerichtet. Dort darf eine Woche lang nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren und nicht geparkt werden, bestehende Behindertenparkplätze ausgenommen. Der Projektträger BUND Dresden kümmert sich im Zuge der weiteren projektvorbereitenden Aktivitäten um ersatzweiser Parkmöglichkeiten für die Anwohnerschaft.

Die freiwerdenden Parklücken können die Anwohnenden für nichtkommerzielle Aktionen nutzen. Ziel ist es, auf diese Weise Platz für die alternative Gestaltung von Parklücken sowie für die sichere Nutzung emissionsarmer und platzsparender Mobilitätsformen zu schaffen und somit einen Diskurs über die Funktion und Planung des öffentlichen Raums anzuregen.

Die „Woche des guten Lebens“ ist ein zeitlich und räumlich begrenztes Verkehrsexperiment und kein Festival oder Straßenfest.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.wochedesgutenlebens.de/ oder https://www.bund-dresden.de/

Hintergrund: Zukunftsstadt Dresden

Dresden wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zu einer von acht deutschen „Zukunftsstädten“ ernannt. In Dresden wird seit 2015 erforscht, wie der Weg zu einer nachhaltigen und innovativen Stadt gelingen kann, in der ein gutes und gesundes Leben möglich ist. Von Juni 2015 bis Mai 2016 haben Dresdnerinnen und Dresdner in zahlreichen Workshops viele einzelne Visionen für eine nachhaltige Stadt zu Papier gebracht. Darunter war auch die Idee einer autofreien Neustadt.

Mit der Förderung der 3. Phase des Zukunftsstadtwettbewerbs werden seitens des BMBF seit 2019 Fördermittel für die Durchführung der Bürgerprojekte bereitgestellt. Wissenschaftlich werden diese Projekte auch als Transformationsexperimente gesehen, weil es – wie in einem Experiment – darum geht zu schauen, unter welchen Rahmenbedingungen Bürgerinnen und Bürger Ihre Ideen für eine Zukunftsstadt umsetzen können.

Weitere Informationen zur Zukunftsstadt finden Sie unter: https://www.zukunftsstadt-dresden.de

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