Polizist machte von der Dienstwaffe Gebrauch

Frau um 60.000 Euro betrogen
Symbolfoto: Bernd Settnik/Archiv

Am Montagabend meldete sich ein Mann (45) per Notruf bei der Dresdner Polizei und teilte den Beamten mit, dass er soeben seinen Vater ums Leben gebracht hätte.

Die Dresdner Polizei schickte sofort Einsatzbeamte zum Ort des vermeintlichen Geschehens, einem Wohnhaus an der Flensburger Straße. Dort stand der 45-Jährige im Dunkeln auf der Straße, hielt augenscheinlich eine Langwaffe im Anschlag und zielte damit auf die Beamten. Die Polizisten forderten den Mann mehrfach auf, die Waffe wegzulegen und drohten eine Schusswaffenanwendung an. Den Aufforderungen kam der Mann nicht nach. In der Folge machte einer der Polizisten von seiner Dienstwaffe Gebrauch.

Der 45-Jährige wurde durch einen Schuss am Bein verletzt und kam umgehend in ein Dresdner Krankenhaus. Bei ihm wurden zwei Messer und ein Handfeger gefunden. Die Sachen hatte er offenbar so gehalten, dass sie den Anschein einer Langwaffe erwecken sollten. Der Vater des 45-Jährigen wurde unversehrt in seiner Wohnung angetroffen.

Gegen den 45-jährigen Deutschen wird wegen Notrufmissbrauch und Bedrohung ermittelt. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens wird auch die Rechtmäßigkeit der Schusswaffenanwendung des Polizeibeamten überprüft.

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