Zu viel Sonne & zu viel Lärm?

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Bildquelle: Leonardo Rossatti

Gardinen sind ein beliebtes und gleichzeitig funktionales Accessoire für Wohnlandschaften. Der textile Fensterschmuck dient zum einen als dekorativer Sichtschutz, zum anderen als Sonnenschutz. Kommen dicke und schwere Stoffe zum Einsatz, können Gardinen im Innenraum sogar die Belastung durch Straßenlärm mindern und vor Zugluft schützen.

Gardinenhalterungen & Seilsysteme

Die Auswahl an Montagematerial zum Aufhängen von Gardinen ist fast genauso vielseitig wie die Textilien selbst. Das Angebot reicht von klassischen Gardinenstangen für Schlaufengardinen über Gardinenschienen zur Deckenmontage bis hin zu filigranen Seilspannsystemen. Doch bevor das System ausgewählt wird, sollten die individuelle Situation und die persönlichen Ansprüche an das Ergebnis geprüft werden. Nicht selten ergeben sich beispielsweise durch die Abstände zwischen Fensterrahmen und Zimmerdecke, die Raumhöhe und den Einrichtungsstil passende Lösungen. Einige Tipps im Überblick:

  • Gardinen sollten generell so montiert werden, dass sie weder auf dem Boden aufliegen noch die Sicht nach draußen verdecken, solange sie seitlich der Fenster gerafft sind. Dementsprechend muss die Befestigung ausreichend über die Breite der Fenster hinausragen. „Links und rechts vom Fensterrahmen sollten die Halterungen circa 30 Zentimeter überstehen“, lautet die empfohlene Faustregel in einem Verbrauchertipp über Gardinenstangen und Gardinenschienen (gefunden beim Baumarkt toom).
  • Das Zubehör zum Montieren von schweren Gardinen sollte Schraubverbindungen umfassen, um größtmögliche Stabilität zu gewährleisten.
  • Leichte Vorhänge setzen kein Bohren voraus – sie lassen sich stattdessen mit Klebehalterungen fixieren. Produkte zum Klemmen sind ebenfalls eine weitere Alternative für eher leichte Gardinen.
  • Damit kurze Gardinen geschmackvoll Wirkung zeigen, sollten sie mindestens fünf Zentimeter länger sein als der Fensterrahmen.
  • Zwischen Wand und Gardinen ist ein Abstand von Minimum zehn Zentimeter für die Luftzirkulation notwendig.

Was gibt es für Gardinenstangen?

Gardinenstangen werden an Wänden montiert und bieten den Vorteil, dass sie relativ schnell ausgetauscht werden können und in zahlreichen Farben und Designs erhältlich sind. Auch an Materialvielfalt mangelt es bei diesem Klassiker für dekorative Behaglichkeit nicht. Stangen aus zeitlosem Edelstahl sind ebenso erhältlich wie farbenfroh lackierte Ausführungen, Holzstangen, Kunststoffartikel und vergoldete Luxusversionen. Gestalterische Spielräume ergeben sich außerdem durch die Endstücke, die das Herunterrutschen der Gardinen verhindern und einen stilvollen Abschluss bilden.

Spannstangen für Gardinen sind eine platzsparende Alternative zur klassischen Gardinenstange, um auf Bohrlöcher verzichten zu können. Sie sind insbesondere für Schlaufenvorhänge geeignet und werden einfach zwischen die Fensterrahmen geklemmt.

Wie hoch bringt man Gardinenstangen an?

Auf welcher Höhe Gardinenstangen an der Wand befestigt werden, kann von der Raumhöhe abhängig gemacht werden. Soll der Raum optisch gestreckt werden, bietet es sich an, die Gardinenhalterung etwa 20 bis 30 Zentimeter oberhalb des Fenster- beziehungsweise Türrahmens anzubringen. Ansonsten gilt ein Abstand von Minimum zehn Zentimetern zwischen Gardinenstange und Fensterrahmen als ratsam.

Tipp: Diejenigen, die ihre Gardinen regelmäßig austauschen und flexibel bleiben möchten, greifen am besten zu ausziehbaren Gardinenstangen.

Schienensysteme – die unauffällige Lösung mit System

In niedrigen Räumen, wo zwischen Zimmerdecke und Fenster kaum Platz für eine Gardinenstange bleibt, sind Gardinenschienen ideal. Diese Schienen fallen kaum auf und werden an der Decke montiert. Schienen können aber auch dann die beste Entscheidung sein, wenn mehrere Gardinenarten miteinander kombiniert werden sollen. Hierfür braucht es allerdings mehrläufige Schienen – gefragt sind dreiläufige Varianten. Daran lassen sich zum Beispiel glatte Schiebegardinen anbringen und Flächenvorhänge mit Motiv passgenau platzieren. Dank leichtgängiger Klemmen, Haken oder Schienengleitern lassen sich Gardinen ordentlich platzieren, was einen sehr aufgeräumten Gesamteindruck vermittelt.

Seilsysteme – reduzierte Designs für leichte Vorhänge

Wer besonders leichte Gardinen aufhängen möchte, kann zu Seilzugsystemen greifen. Die Seile lassen sich mit unauffälligem Befestigungsmaterial zwischen Wände spannen oder an Raumdecken montieren. Damit die Konstruktion hält und durch die ständigen Strapazen beim Auf- und Zuziehen von Gardinen nicht nachgibt, müssen robuste Dübel und Schrauben Verwendung finden. Viele Hersteller fertigen Sets mit hochwertigen Seilspanngarnituren, die das Durchhängen der Seile konsequent verhindern. Die Fixierung der Textilien erfolgt teilweise mit einfachen Clips oder edlen Vorhangringen. Die ebenmäßige Oberfläche der Seile hat den Vorteil, dass befestigte Gardinen mühelos von einer Seite zur nächsten gleiten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Die 1988 gegründete DIY Academy (früher Deutsche Heimwerker Akademie) bildet Selbermacher bundesweit aus. In der Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären die Profis online, wie Gardinenstangen richtig montiert werden.

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