DRK sendet mobile Impfteams in Unternehmen

Ab Freitag können sich auch Genesene, die nur eine Impfung bekommen haben, ein Impfzertifikat holen. // Foto: Pixabay

Am Sonntag, dem 6. Juni, erhielten rund 200 Mitarbeiter der Robotron Datenbank-Software GmbH am Firmensitz im Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee ihre Erstimpfung.

Die mobilen Impfteams werden vom Deutschen Roten Kreuz koordiniert, vor Ort kommen in diesem Fall Kräfte vom Malteser Hilfsdienst und dem Arbeiter-Samariter-Bund zum Einsatz. Solche konzentrierten Aktionen können dabei helfen, den Impffortschritt zu beschleunigen. Wenn freie Kapazitäten sind, können diese Teams mittlerweile auch in Unternehmen der kritischen Infrastruktur zum Einsatz kommen.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert überzeugte sich vor Ort: „Die mobilen Impfteams haben bereits in den Pflegeheimen Außergewöhnliches geleistet. Als ergänzendes Angebot neben den Impfzentren und Hausärzten sind sie ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie.

Umso dankbarer zeigte sich Ulf Heinemann, Geschäftsführer von Robotron: „Wir haben uns bereits sehr zeitig für eine solche Aktion angemeldet. Die meisten unserer Mitarbeiter gehören aufgrund ihrer Tätigkeit zur Priogruppe 3. Als Arbeitgeber bin ich froh, dass ich meinen Mitarbeitern dank der Unterstützung des DRK dieses Angebot unterbreiten kann. Dass die angesetzten Termine zu Gänze ausgebucht sind, zeigt, wie groß der Bedarf ist.“ Das Unternehmen ist als IT-Dienstleister vorrangig für Kunden in der Energiewirtschaft sowie aus Staat und Verwaltung tätig. Es sorgt mit seinen Mitarbeitern für die Stabilität der sicherheitsrelevanten und sogenannten kritischen IT-Infrastruktur. In diesen Branchen müssen fest terminierte Geschäftsprozesse und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Eine nicht fristgerechte Bereitstellung dieser Prozesse würde Beeinträchtigungen der Energieversorgung bzw. von sicherheitsrelevanten IT-Infrastrukturen nach sich ziehen.

Limitierender Faktor ist nach wie vor die Verfügbarkeit von ausreichend Impfstoff. Dr. Nicole Porzig, Vorstandsmitglied des DRK Sachsen: „Wir freuen uns über die anhaltend hohe Impfbereitschaft. Mit unseren Impfzentren und den mobilen Einheiten könnten wir organisatorisch noch deutlich mehr Immunisierungen bewerkstelligen. Durch die begrenze Verfügbarkeit der Impfstoffe müssen wir leider jedoch noch zu oft um Geduld bitten.“ Für Juni sind die mobilen Teams bereits ausgebucht, im Juli gibt es noch ein paar Lücken.

Damit sich der Einsatz der mobilen Impfteams organisatorisch lohnt, müssen wenigstens 200 Impfwillige zusammenkommen. Viele kleine und mittelständische Unternehmen erreichen diese Größe nicht. Hier bietet das Amt für Wirtschaftsförderung Unterstützung an und plant insbesondere in den Gewerbegebieten der Stadt Unternehmensanfragen zu bündeln. Amtsleiter Dr. Robert Franke: „Ob Soforthilfe, digitale Kontaktnachverfolgung oder jetzt das Impfen in Unternehmen – wir versuchen in der Pandemie pragmatische Hilfestellungen zu leisten, dass die gesamte Dresdner Wirtschaft bald wieder zu alter Stärke zurückfindet.“

Mehr Informationen zur Coronaimpfung finden Sie unter: www.support.impfzentrum-sachsen.de

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