Das Einmaleins der Auto- und Lackpflege

Das Einmaleins der Auto- und Lackpflege
Foto: Gut eingeschäumt kann hartnäckiger Schmutz vergleichsweise sanft vom Autolack entfernt werden. Aber Achtung: Das Autowaschen ist in einer Waschstraße rechtlich am sichersten. // Foto: Pixabay

Wer sich regelmäßig und ausgiebig um den Autolack seines Fahrzeugs kümmert, der sorgt damit für einen glatten Werterhalt beim Fahrzeug. Davon sind zumindest die Käufer von Gebraucht- und Neuwagen überzeugt, heißt es in einer Befragung aus dem Jahr 2019. 95 Prozent der Neuwagenkäufer wollten künftig auf Wartung und Pflege setzen, um den Wert ihres Fahrzeugs zu erhalten. Bei den Gebrauchtwagenkäufern waren es 89 Prozent. Doch worauf kommt es an, damit die Autolackpflege sich positiv auf den Fahrzeugwert auswirkt? Das zeigen die folgenden Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Autowäsche und Fahrzeugpflege.

Wie oft sollte der Autolack poliert werden?

Ein frisch poliertes Auto glänzt und strahlt und ist einfach nur schön anzusehen. Das darf allerdings nicht der Grund dafür sein, das Auto jede Woche zu polieren, denn mit jeder Politur lösen sich auch kleine Mikropartikel vom Lack. Diese Tatsache trifft vermutlich vor allem die Herrenwelt schwer, denn sie kümmern sich Studien zufolge intensiver um ihr Fahrzeug – 42 Prozent der befragten Herren bereitet die Autopflege Freude. Bei Frauen sind es nur 33 Prozent, die gerne das Auto pflegen. Auto-Experten raten dazu, nach den Wintermonaten das Fahrzeug einer ordentlichen Grundreinigung zu unterziehen. Jetzt sollten die Überreste des Winters, also beispielsweise hartnäckiges Salz, final weggewaschen werden. Nach der Reinigung wird deutlich, wie sehr der Winter dem Lack zugesetzt hat.

Tipp: Beim sauberen Auto werden nun zunächst kleinere Lack-Reparaturen durchgeführt. Anschließend wird der Lack poliert und zum Strahlen gebracht. Je nach Alter des Fahrzeugs und Zustand des Lacks gibt es unterschiedliche Produkte in der Kategorie Lackpflege. Am bekanntesten ist die Politur, die es mit und ohne Schleifmittel gibt. Produkte mit Schleifmittel können kleine Kratzer beseitigen. Politur ohne Schleifmittel lässt den Autolack glänzen. Mit Autowachs oder einer Versiegelung wird dann eine Schutzschicht auf den Autolack aufgetragen. Diese unterstützt aktiv dabei, dass Staub, Pollen und Schmutz dem Lack nicht mehr ganz so stark zusetzen wie ohne die Politurpflege.

Wie oft sollte das Auto gewaschen werden?

Eine pauschale Antwort kann es darauf natürlich nicht geben, denn das dauerhaft in der Garage geparkte Auto wird natürlich weniger schmutzig als das Vielfahrerfahrzeug. Entscheidend für den Waschturnus sind also die Zeit bzw. die Kilometern, die auf der Straße verbracht werden, sowie die Parkplatzsituation. Wer viel fährt, sollte regelmäßig tote Insekten und Vogelkot vom Fahrzeug entfernen, denn das greift den Lack an. Auch wer seinen regelmäßigen Parkplatz zuhause oder vor dem Büro in einer Allee hat, sollte häufiger das Fahrzeug waschen, denn Blütenstaub und Pollen legen sich sonst wie eine zweite Haut über das Fahrzeug und den Lack.

Tipp: Hartnäckige Flecken sollten zeitnah entfernt werden. Dazu nutzen 77 Prozent der Autohalter am liebsten die Waschanlage. Selbst mit Hochdruckreiniger und Schwamm zu agieren, das kommt nur für etwa 22 Prozent infrage. Wer dennoch selbst Hand anlegen möchte, geht am besten so vor: Zunächst erfolgt die Vorwäsche, die beispielsweise mit einem Hochdruckreiniger umgesetzt werden kann. Dieser ist besonders hilfreich im Kampf gegen hartnäckigen Schmutz auf dem Lack oder an den Felgen. Mit Eimer, Schwamm oder Mikrofasertuch erfolgt dann die Hauptwäsche. Zum Abspülen wird dann wieder der Hochdruckreiniger gezückt. Achtung: Am sichersten ist das Autowaschen in einer Waschstraße. Wer zuhause sein Auto waschen möchte, muss sicherstellen, dass keine Verunreinigung des Grundwassers erfolgt. Das ist nämlich strafbar. Je nach Bundesland und Art der Verunreinigung können Strafen bis 100.000 Euro drohen. Das steht zu den durchschnittlich elf Euro, die eine Fahrzeugreinigung in der Waschstraße kostet, nicht im Verhältnis.

Ist das Autowaschen eine klassische Sommertätigkeit?

Mitnichten sollte das Fahrzeug nur in den Sommermonaten gewaschen werden. Im Grunde ist das Fahrzeug nämlich in jeder Jahreszeit einer anderen Herausforderung ausgesetzt. Im Winter sind es Salz, Split und Eis, die dem Fahrzeug massiv zu schaffen machen. Im Frühling ist es der Blütenstaub. Im Sommer sind es Vogelkot und tote Insekten, die sich vor allem deswegen massiv in den Autolack einbrennen, weil die Sonne auf das Auto brennt. Und letztlich ist es im Herbst das Laub, das der Wind nicht nur an die Scheibenwischer, sondern auch unter die Motorhaube weht.

Tipp: Blütenstaub kann und sollte mit klarem Wasser abgespült werden. Wer versucht den Blütenstaub mit dem Scheibenwischer von der Windschutzscheibe zu bekommen, verschmiert die Pollen nur – und gelbe Schlieren bleiben zurück. Auch das Herbstlaub sollte tunlichst weggeblassen werden, bevor das Auto gewaschen wird. Dreckpartikel an den Blättern könnten sonst den Lack zerkratzen.

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