Schnee in Sicht!

Wandern im Winterwald Bildquelle: Lukas Bierie via pixabay
Wandern im Winterwald Bildquelle: Lukas Bierie via pixabay

Winterwanderungen um Dresden sind das Highlight

Seit Corona achten viele unserer Mitmenschen bewusster auf ihre Gesundheit. Im Alltag bemüht man sich um bessere Ernährung und mehr Bewegung. Dadurch greift seit einiger Zeit eine neue Lust am Wandern um sich. Auch in Sachsen bewegt man sich mehr in der freien Natur. Dabei hat jede Jahreszeit ihre Reize. Vom Naturerwachen im Frühjahr über den strahlend blauen Himmel im Sommer bis hin zum Farbspektakel der Herbstsaison. Ab dem ersten Schneefall fühlt man sich beim Wandern wie im Winterwunderland. Wo und wie findet man die besten Winterrouten und was darf auf Winterwanderungen niemals fehlen?

Gut vorbereitet für den Ausflug in den Schnee

Zu jeder Jahreszeit fördert die richtige Ausstattung den Wanderspaß. Der Winter stellt natürlich auch einige besondere Anforderungen an das Wanderequipment.

  • Kleidungsstückemüssen bei Minusgraden Wärme spenden und auf schweißtreibenden Wanderungen atmungsaktiv sein!
  • Wanderschuhe aus wasserdichtem, kälteisolierendem Material brauchen im Schnee Profile mit Traktionskraft, außerdem reichen sie idealerweise über die Knöchel.
  • Sonnenbrillen bitte nur in hoher Qualität und idealerweise Schutzkategorie 3 dabei haben, denn diese schützen die Augen zuverlässig bei horizontalem Lichteinfall und einer reflektierenden Schneedecke. Achten Sie unbedingt auch bei Ihren Kindern darauf, dass die Kleinen nicht mit irgend welchen Brillen aus der Losbude starten: Die Pupille weitet sich unter dem verdunkelten Glas und die meisten dieser Brillen haben gar keinen UV-Schutz, das ist sozusagen fast Körperverletzung, also schön aufpassen, dann lieber gar keine Brille für die Kleinsten mitnehmen.
  • Sonnencremes sollten viel Fett enthalten und so in trockener Winterluft Feuchtigkeit spenden. Am besten vor dem Wanderstart benutzen, man vergisst es einfach unterwegs, am Abend denken Sie dann auf jeden Fall daran, Sie werden sehen!
  • Accessoires wie Halbsteigeisen geben auf besonders eisigen Touren Halt, was für den Ausflug in den angrenzenden Stadtpark weggelassen werden kann.

Bekleidungstipp für Winterwanderungen

Sowohl im Alltag als auch beim Wandern ist im Winter der Zwiebellook zu empfehlen. Jener besteht aus einer feuchtigkeitsregulierenden Basisschicht, einer wärmenden Isolationsschicht und einer wetterabweisenden Außenschicht. Wichtig ist, keine zu engen Kleidungsstücke zu wählen, damit die Luft noch zirkulieren kann. Nur so halten die Schichten auch wirklich warm.

Routenwahl für Winterwanderungen

Die Sächsische Schweiz allein bringt es auf Wanderwege mit einer Gesamtlänge von über 1.000 Kilometern. Mal sind die Touren schwieriger, mal einfacher zu bewältigen. Gerade im Winter sollten sich Wanderer bei der Tourenplanung nicht selbst überschätzen. Vor allem die Schneelage gilt es zu berücksichtigen. Nicht nur bei der Wahl der Route, sondern auch am Tag der Wanderung informiert man sich idealerweise über die aktuellen Wetterbedingungen. Abseits von markierten Wegen bewegt man sich im Winter lieber nicht. Hier kann es schnell gefährlich werden, zum Beispiel bei abgehenden Lawinen oder extremem Eis. Auch Gefälle erkennt man im offenen Gelände unter einer dicken Schneedecke schlechter – daher nicht zu weit an den Rand von Wegen wagen. Außerdem sollte man sich immer genau informieren, welche Ausrüstung für einzelne Wintertouren empfohlen wird.

Beim Winterwandern unbedingt beachtenswert: die Uhrzeit!

In der kalten Jahreszeit wird es teils schon um 16 Uhr dunkel. Deshalb lieber früher aufbrechen und Pausen mit einberechnen. Für den Falle eines Falles kann eine Stirnlampe an besonders dunklen Tagen sinnvoll sein. Dasselbe gilt für Taschenlampen, deren Batterien am besten nahe am Körper verwahrt werden. Kurze Touren zwischen drei und sechs Kilometern sind für Anfänger am ehesten zu empfehlen. Nur mit etwas Erfahrung sollte man sich an längere Strecken wagen. Auch die Steigung ist beachtenswert. Zu viele Höhenmeter sollten gerade bei den ersten Wintertouren nicht überwunden werden müssen. In Gebieten wie der Sächsischen Schweiz gibt es einige explizit für Winterwanderungen vorgesehene Routen. Beliebte Strecken in der Nähe von Dresden sind beispielsweise die folgenden:

1. Große Elbtalrunde ab Bad Schandau

Eine eher leichte Route der insgesamt 30 Winter- und Schneeschuhtouren in der Sächsischen Schweiz ist die Große Elbtalrunde ab Bad Schandau. Anders als der im Winter nur für erfahrene Bergsteiger empfohlene Aufstieg zum steilen Carolafelsen ist diese Runde familien- und anfängertauglich. Die rund fünf Kilometer lange Tour gewährt atemberaubende Ausblicke auf das winterliche Elbtal. Das Highlight ist der spektakuläre Lilienstein.

2. Winterwanderung zum Prießnitzer Wasserfall in der Dresdner Heide

Die Dresdner Heide ist zu jeder Jahreszeit ein Abenteuerspielplatz für Wanderer. Im Winter bietet sich gerade für Familien die rund elf Kilometer lange Wanderung zum Prießnitzer Wasserfall an. Einfach magisch sind die wildromantische Schlucht, die mystisch anmutenden Steinbrücke und die bewaldeten Steilwände, die zu den Seiten aufragen. Ausblicke gibt es nicht nur auf den 23 Meter hohen Bögen der Prießnitzbrücke. Auch idyllische Anhöhen liegen auf dem relativ leicht bewältigbaren Weg.

3. Panoramarundweg Schneeberg

Die große Rundwanderung um die Bergstadt Schneeberg eignet sich mit ihren 19 Kilometern Länge nicht für Anfänger. Nichtsdestotrotz ist die Panoramatour mittlerer Schwierigkeit dank ihrer zauberhaften Ausblicke über die verschneite Stadt ein Geheimtipp. Weil 350 Höhenmeter bewältigt werden müssen, brauchen Wanderer relativ gute Kondition. Außerdem informiert man sich vorab speziell bei Neuschnee lieber über die Durchgängigkeit der Wege.

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