Ekki’s Intermezzo: Egal, wie das Ding heißt, es muss gewonnen werden!

Ekki's Intermezzo
Foto: S. Manig/Archiv

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass sich Dynamo – nunmehr drei Spiele vorm Saisonende – sich wacker in Richtung Relegation patzt. Nur noch die allerkühnsten Optimisten halten noch das Fünkchen Hoffnung am Glühen, dass der leidige Tabellenplatz 16 noch in Richtung „aufwärts“ verlassen werden kann.

Also Relegation! Dazu muss erklärt werden, dass die Bedeutung dieses aus dem Lateinischen stammenden Wortes alles andere als positiv zu sehen ist. Relegatio bedeutet im Lateinischen Verweisung, Entfernung, Verbannung. Früher wurde Relegation noch für die Verweisung von einer Hochschule verwendet. Im Sport wird der Begriff für nach Wertigkeit geordnete Spielgruppen verwendet, in denen annähernd gleichstarke Sportler bzw. vor allem Mannschaften aufeinandertreffen und eine Rangfolge ausspielen. In Deutschland hat sich der Begriff Relegationsspiel eingebürgert, obwohl bei der Einführung mutmaßlich eine Internationalisierung beabsichtigt gewesen sein dürfte. Offenbar hat man dabei schlecht recherchiert, denn im Englischen trägt der Begriff relegation die ursprüngliche Bedeutung Abstieg!

Interessant sein dürfte die Tatsache sein, dass in einigen europäischen Ländern andere Aufund Abstiegsregeln gelten. In England und in Spanien gibt es allerdings keine klassische Relegation, da die letzten drei Teams der Premier League beziehungsweise der Primera Division direkt absteigen. Die ersten beiden Vereine der zweiten Liga steigen direkt auf, während der dritte Aufsteiger in Play-off-Runden ausgespielt wird. Auch in Italien ermitteln die Zweitliga-Mannschaften von Platz drei bis sechs den letzten Aufsteiger in einem Play-off-Modus. In den USA, Kanada und Australien gibt es übrigens überhaupt keinen Aufund Abstieg.

Nun mag es den Dynamos derzeit ziemlich wurscht sein, welchen Begriff man richtigerweise für den Verbleib in Liga zwei verwendet. Das Allerwichtigste für sie ist, schnellstmöglich wieder in die richtige Spur zu kommen, zu gewinnen und wenn‘s irgendwie gut geht, den „Relegations“platz 16 noch vor Saisonende zu verlassen.

EKKI GARTEN

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