19 Millionen Euro für eine Smart City-Projekt

Das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz soll auch ein Rathaus werden, das zentral alle Prozesse zu-sammenführt, Beteiligte einbindet und eine vernetzte Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen sowie der ganzen Stadt ermöglicht. Foto: Visualisierung/LHD

Landeshauptstadt Dresden und Technische Universität Dresden beteiligen sich am Modellprojekt für eine „schlaue Stadt“.

Wie können die Menschen in Dresden ihre Anliegen und Wünsche schnell und einfach an die Stadtverwaltung richten? Wie wird die Verwaltung in Zukunft selbst aufgestellt sein, um diese Anliegen und Wünsche gezielt und effizient zu bearbeiten?

Um diese Fragen zu beantworten, investieren die Landeshauptstadt und die Technische Universität Dresden rund 19 Millionen Euro und entwickeln ein gemeinsames Smart-City-Konzept. 35 Prozent der stattlichen Summe trägt die Stadt, den Großteil steuert das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).

Digitale Anwendungen und Konzepte

Bei dem Modellprojekt geht es im Kern um die möglichst einfache und schnelle Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern. Allerdings geht es nicht um Online-Anträge jedweder Art, die einfach auszufüllen sind. Sondern darum, dass die Bürger direkt mit der Stadtverwaltung in allen Belangen der Stadtentwicklung kommunizieren können. Dass sie also schnell und unkompliziert mitreden können, wenn es um urbane und soziale Belange und Gestaltungsvorhaben in ihrem Kiez geht.

Dazu bedarf es digitaler Beteiligungswerkzeuge für „Dresdens Smart Citizenship“. Heißt übersetzt: Mittels digitaler Werkzeuge können Bürger ihre Ideen und Hinweise einbringen, die anschließend weitestgehend automatisiert aufbereitet und ausgewertet werden. So sollen intelligente Quartiere mit höherer Lebensqualität, Beteiligung und Nachhaltigkeit entstehen.

Für Dresden bedeutet das konkret: Das bis 2025 neu gebaute Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz in Verbindung mit den digital vernetzten Quartieren wird zum Prototypen eines digitalen Rathauses, das zentral alle Prozesse zusammenführt, Beteiligte einbindet und eine vernetzte Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen sowie der ganzen Stadt ermöglicht.

Das Projekt läuft bis Ende 2026. Insgesamt hatten sich im vergangenen Jahr 94 Kommunen als „Modellprojekt Smart Cities“ beworben, 28 sind nun dabei. „Der Zuschlag zu dem Förderprojekt“, sagt Dr. Peter Lames, Finanzbürgermeister und Chief Information Officer der Landeshauptstadt Dresden, „bestätigt die sehr guten Ergebnisse im Bereich Digitalisierung für Dresden, die uns im deutschlandweiten Smart-City-Index für Städte des IT-Branchenverbandes Bitkom im Jahr 2021 auf Platz 6 geführt haben.

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