Glücksort des Monats: Unterwegs mit dem „Lößnitzdackel“

Glücksort des Monats: Unterwegs mit dem „Lößnitzdackel“
Großen Spaß auf schmaler Spur hat man bei einer Fahrt mit der Lößnitzgrundbahn von Radebeul nach Radeburg. // Foto: Archiv

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„Unser täglich Dampf gib uns heute“ – so oder so ähnlich könnte man den Dampfbetrieb auf der Lößnitzgrundbahn beschreiben. Täglich startet die dampfende Schmalspurbahn in der Wein- und Karl-May-Stadt Radebeul auf ihre 16,6 Kilometer lange Tour. Unterwegs geht es über einen Damm mitten durch den Dippelsdorfer Teich. Kurz darauf erreicht die Bahn Moritzburg mit seinem barocken Jagdschloss. Weiter dampft der „Lößnitzdackel“ über Cunnertswalde bis nach Radeburg. Hier wurde ein „Berliner Original“, der Zeichner Heinrich Zille, geboren, über den man im Heimatmuseum mehr erfahren kann.

Als vierte schmalspurige Eisenbahn in Sachsen entstand die Verbindung von Radebeul über Moritzburg nach Radeburg, nachdem sich die Pläne einer normalspurigen Eisenbahnlinie von Dresden über Radeburg nach Ortrand zerschlagen hatten. Bereits im Oktober 1883 wurden die Bauarbeiten aufgenommen, weniger als ein Jahr später konnte am 16. September 1884 feierlich die Strecke eröffnet werden.

Die beiden Weltkriege überstand die kleine Bahn ohne größere Schäden, um 1955 war der Höhepunkt im Personenverkehr mit bis zu 28 Zügen täglich erreicht. Wenig später bedrohte die zunehmende Verkehrsverlagerung auf die Straße die Schmalspurbahn in ihrer Existenz, sie zählte nun zu den stillzulegenden Eisenbahnstrecken. Doch das zunehmende Interesse am Touristikverkehr und die erfolgreichen ersten Traditionsfahrten führten 1975 dazu, die Bahn als „Technisches Denkmal“ zu erhalten. Nach verschiedenen Unternehmen führt nun die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft den Betrieb und hat mit umfangreichen Investitionen in Fahrzeuge und Gleise den Betrieb für die kommenden Jahre gesichert.

Quizfragen – Wissen Sie es?

  • Wie lang ist die Strecke der Lößnitzgrundbahn?
  • Wann wurde die Strecke feierlich eröffnet?
  • Wie heißt der berühmte Sohn der Stadt Radeburg am Endpunkt der Bahn?

In Zusammenarbeit mit Sachsenlotto präsentiert DAWO! ab sofort monatlich einen Glücksort in der Region. Unsere Leser sind aufgerufen, diesen Ort zu besuchen und Quiz-Fragen zu beantworten (DAWO!-Glücksorte, DAWO!, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden). Unter allen Einsendern verlosen wir dann jeweils zwei Wochen später zwei Rubbellose „7.500 € monatlich — 5 Jahre lang“ von Sachsenlotto (Gewinnchance rd. 1:1,2 Mio.). Die Auflösung erscheint in der Ausgabe am 27. August 2022. Teilnahme ab 18 Jahren. Teilnahme per E-Mail an dawo-redaktion@ddv-mediengruppe.de oder per Kommentar unter diesem Beitrag.

28 Kommentare

  1. Die Strecke der Lößnitzgrundbahn ist 16,6 Km lang und wurde am 16.9.1884 feierlich eröffnet. Heinrich Zille ist im schönen Radeburg geboren.

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