So entsteht ein neuer Wald

Eine App, ein Baum, das ist der Beginn eines neuen Waldes.
Eine App, ein Baum, das ist der Beginn eines neuen Waldes. Foto: djd/Studienkreis/Tanja Pickartz

Fleißig lernen und Bäume pflanzen

Wälder sind einzigartige Ökosysteme, die sowohl der Natur als auch dem Menschen einen großen Nutzen bringen. Zum einen haben sie eine starke klimaregulierende Wirkung. Sie binden schädliches CO2, sorgen für ein kühles Mikroklima und schützen uns vor Dürren und Überschwemmungen. Sie filtern die Luft, die wir atmen, und geben vielen vom Aussterben bedrohten Tierarten ein Zuhause. Zum anderen sind sie auch für Menschen ein beliebter Ort der Erholung. Wenn neue Wälder angelegt werden, ist es wichtig, verschiedene Baumarten gemeinsam anzupflanzen, denn diese gemischten Forste sind widerstandsfähiger als reine Monokulturen, etwa gegen Borkenkäferbefall oder Hitzeperioden. Doch wie entsteht eigentlich ein neuer klimabeständiger Wald?

Mischwald aus heimischen Baumarten

Unter anderem sind dafür Klimaschutzprojekte verantwortlich. Im sächsischen Langburkersdorf beispielsweise hat die Organisation Primaklima jetzt einen Mischwald aus heimischen Baumarten angelegt. Dazu gehören Rotbuche, Stieleiche, Bergahorn und Winterlinde. Dieses Umweltschutzprojekt ist in Kooperation mit dem Nachhilfeanbieter Studienkreis entstanden. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier zusätzlich zum Unterricht mit ihrem Lehrer auch mit einer speziell entwickelten Nachhilfe-App. Darin sind sie unterwegs auf ihrem individuellen „Lernpfad“ und erhalten unter anderem Zugang zu Tausenden Lernvideos und interaktiven Übungen. Für ihren Lerneifer bekommen die Kinder und Jugendlichen Belohnungspunkte pro absolviertem Pensum und im Gegenwert dieser Punkte lässt der Studienkreis jedes Jahr Bäume pflanzen. Die ersten 2.000 Stück stehen jetzt in Sachsen auf einer Fläche von 0,6 Hektar.

Bildungsdigitalisierung und Klimaschutz zusammenbringen

„Mit ihrem Lerneinsatz via App werden die Kinder und Jugendlichen gleichzeitig zu Baumpaten“, erklärt Andreas Durth, der beim Studienkreis als Geschäftsführer unter anderem für IT, Digitalisierung und Pädagogik verantwortlich ist. „Uns gefällt die Vorstellung, auf diese Art eine Brücke zwischen zwei hoch relevanten gesellschaftlichen Aufgaben zu schlagen: der Digitalisierung der Bildung und der Rettung des Klimas.“ Die 2.000 neuen Bäume werden in den nächsten Jahren ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten – ein Hektar Mischwald bindet in einem halben Jahrhundert durchschnittlich 500 Tonnen CO2. Verschiedene Straucharten wie Haselnuss, Pfaffenhütchen und Gemeiner Schneeball säumen den Forst und bieten vielen Vogel-, Insekten- und weiteren Tierarten einen zusätzlichen Lebensraum.

Mit einer Lernapp haben Schüler jetzt viele Belohnungspunkte gesammelt, die in 2.000 echte Bäume umgewandelt wurden. Foto: djd/Studienkreis/Tanja Pickartz

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