Cyber-Vorfälle in den letzten Monaten machen nachdenklich!

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Das Thema Digitalisierung ist aktueller denn je, immer mehr Unternehmen ziehen um ins weltweite Netz. Was viele Vorteile bringt, verändert auch den Blick auf das Thema Sicherheit.

Während das Ladenlokal in der Stadt vor allem präventiv gegen Diebstahl und Einbruch vorgehen muss, spielt online das Thema Cyber-Sicherheit die Hauptrolle. Und hier gab es in der Vergangenheit auch bei uns in Dresden ernst zu nehmende Probleme.

Müssen wir mehr für unsere Sicherheit tun?

Schäden in Milliardenhöhe wurden 2021 bei Cyberangriffen in Sachsen angerichtet. Einer davon betraf sogar die Schlösser des Bundeslandes. Nachdem Hacker den E-Mail-Account der Geschäftsführerin gekapert hatten, forderten sie von der Buchhaltung eine Transaktion von 20.000 Euro. Zum Glück war die angeschriebene Angestellte geschult und erkannte schon am Schreibstil, dass diese E-Mail nicht von ihrer Chefin kam. Die Überweisung wurde nicht ausgeführt, ein Schaden von 800 Euro war aber trotzdem zu begleichen.

Pro Jahr sollen landesweit Schäden in Höhe von 223 Milliarden Euro entstehen, rechnerisch kommen 8,25 Milliarden Euro davon aus Sachsen. Bei einer Landtagssitzung wurde daher die Installation einer Cyber-Feuerwehr gefordert, um vor allem Unternehmen künftig besser abzusichern.

Kein Halt vor Dresdens Fußballern

Wer einen Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen. Diese Erfahrung machte auch Dynamo Dresden, nachdem die letzte Mitgliederversammlung in digitaler Form abgebrochen wurde. Erst später kam heraus, dass es sich nicht um die Inkompetenz der Organisatoren handelte, sondern um einen Hackerangriff. Es zeigt sich wieder einmal, wie fragil die Infrastruktur im Internet nach wie vor sein kann.

Frust bei den Ablesern – Ista von Hack betroffen

Ista ist einer der bekanntesten, bundesweit tätigen Ablesedienste und konnte sich trotz digitaler Innovationen nicht vor einem Hackerangriff schützen. Der Vorfall ereignete sich bereits im Juli, eine große Störung verhinderte die Erreichbarkeit per E-Mail und per Telefon. Kurz darauf veröffentlichte das Unternehmen erste Hinweise darauf, dass Hacker für das Chaos verantwortlich seien. Über den Kurznachrichtendienst Twitter wurden schließlich auch die Kunden informiert.

Trotz Strafanzeige bei der Polizei und Datenschutzmaßnahmen ist die Entstehung eines solchen Hacks ein großes Problem. Unsicherheit bei Kunden führt zu Misstrauen, denn Ista sammelt eine Menge sensibler Daten. Allein in Dresden arbeiten 70 Mitarbeiter für die Niederlassung von Ista, der Ausfall betraf aber alle bundesweit tätigen Sitze.

Wenn Geld im Spiel ist, ist auch die Cyber-Kriminalität nicht weit

Für Unternehmen steht eine Menge auf dem Spiel, wenn sie sich nicht gegen Gefahren aus dem Netz absichern. Datenlecks können dafür sorgen, dass die komplette Reputation der Firma verloren geht. Verliert ein Shop die Daten seiner Kunden oder werden sie öffentlich gemacht, bedeutet das für den Betreiber einen kompletten Vertrauensverlust.

Und auch im Umgang mit Echtgeld ist im Internet Vorsicht geboten. Eine Renaissance feiert aus diesem Grund die Paysafecard. Sie ist 100% anonym, sodass bei ihrem Einsatz keine persönlichen Daten angegeben werden müssen. In vielen Online Shops oder für unterschiedliche Services kann inzwischen auch mit der Paysafecard bezahlt werden. Besonders in der Gambling-Szene ist die Paysafecard weit verbreitet. Gamer halten oft schon gezielt nach sogenannten Paysafecard Online Casinos Ausschau, weil hier eine anonyme Einzahlung möglich ist und so gar keine sensiblen Kreditkarteninformationen hinterlegt werden müssen, die im Fall des Falles leider ausspioniert werden könnten. Das Bezahlen mit der Paysafecard ist eine recht unkomplizierte und eigentlich sogar bequeme Alternative, die die Privatsphäre des Anwenders schützt, denn diese gibt es noch im Internet – man muss nur die richtigen Maßnahmen ergreifen.

Dresden und Chemnitz betroffen – IHK nicht mehr verfügbar

Die Industrie- und Handelskammer in Dresden wurde im Sommer 2022 ebenfalls Opfer einer Cyber-Attacke. Über mehrere Tage war das Unternehmen auf digitalem Weg nicht mehr erreichbar. Attackiert wurden die IT-Dienstleister der Kammer, sämtliche Server wurden vom Netz genommen. Ein Problem, das nicht nur in Sachsen Auswirkungen hatte. Bundesweit kam es zu Störungen und automatische Prüfungssysteme mussten durch manuelle Arbeiten ersetzt werden.

Erst im Oktober vermeldete die IHK in Chemnitz, dass das Unternehmen wieder am Netz sei. Seither können Nutzer ihre Anfragen wieder per E-Mail stellen und auch auf digitale Verzeichnisse zugreifen. Bislang sind die Verantwortlichen für den Hackerangriff noch nicht gefasst. Experten gehen davon aus, dass es sich um einen langfristig geplanten und professionell durchgeführten Angriff gehandelt haben muss.

Nicht nur Sachsen betroffen – ganz Deutschland stöhnt unter Cyber-Attacken

Tatsächlich betreffen die jüngsten Vorfälle nicht nur Sachsen, sondern fast alle Bundesländer. Im Frühjahr 2022 war das Unternehmen Perbit betroffen, bei dem Daten von der gesamten deutschen Bevölkerung gespeichert werden. Hierzu gehören vor allem sensible Dokumente, Kontodaten und Kontaktdaten. Es dauerte nicht lange, bis die Attentäter die Daten über das Darknet weiterverkauft hatten.

Stillstand durch unautorisierten Zugriff auf Steuersysteme. Bildquelle: JackieLou via pixabay

Gleichfalls im April wurde auch die Deutsche Windtechnik AG angegriffen. Sie ist für die Wartung, Steuerung und Planung von Windkraftanlagen in Deutschland zuständig. Einige Windräder wurden aufgrund des Angriffs kurzfristig lahmgelegt, weitere Schäden entstanden allerdings nicht.

Mehr Vorkehrungen für besseren Schutz

Banken, öffentliche Institutionen, Rechtsanwälte, Steuerberater und Großunternehmen – sie alle arbeiten mehr oder weniger digital und sie alle sind potenzielle Opfer von Hackerangriffen. Durch die ständig neuen Möglichkeiten wachsen die Optionen, aber auch die Gefahren. Um zu verhindern, dass Unternehmen Geld und Daten verlieren, muss auf Prävention gesetzt werden. Hierfür braucht es vor allem drei Faktoren: Ausbildung, Geld und Innovation! Es reicht nicht aus, im Fall eines Falles aktiv zu werden.

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