Soko Iuventus schnappt junge Räuber

Iuventus Polizei Jugendbanden
Foto: Jeremy Bishop/ Unsplash

Seit Dezember 2022 geht die Dresdner Polizei mit der Soko Iuventus gegen Jugendbanden vor, die sich auf Überfälle und Raub spezialisiert haben

Die Dresdner Polizei schnappte am Abend des 18. Januar in Dresden-Plauen einen Syrer und einen Iraker. Die beiden 17-Jährigen hatten zuvor zwei Männer (17, 20) auf der Münchner Straße mit einem Messer bedroht und ihnen unter anderem 10 Euro sowie ein Paar Kopfhörer geraubt. Danach zwangen sie die Männer, weitere 40 Euro von einem Geldautomaten abzuheben.

Die beiden Tatverdächtigen wurden noch in der Nähe gestellt und vorläufig festgenommen. Heute (19.1.) wurden sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Inwzischen ermittelt die Dresdner Soko Iunentus wegen schweren Raubes gegen die beiden Täter. Aufgrund der Tatumstände ordnen die Kriminalisten diesen Fall den gewalttätigen Jugendgruppierungen zu.

Soko Iuventur ermittelt gegen gewalttätige Jugendgruppen

Die Sonderkommission Iuventu ist im Dezember vergangenen Jahres ins Leben gerufen worden. Bis Ende 2022 hat die Polizeidirektion Dresden 113 Raubstraftaten registriert, die durch gewalttätige Jugendgruppen begangen worden sind. Im Vergleich 2018 bis 2020 haben sich die Fallzahlen verdoppelt, zu 2021 sogar verdreifacht. Bis Ende letzten Jahres konnten 87 Tatverdächtige ermittelt werden, darunter sind acht junge Intensivtäter. Über die Hälfte der Tatverdächtigen hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Außerdem wurden Jugendliche aus Syrien, Afghanistan und Russland besonders häufig als Tatverdächtige ermittelt. 

Die Jugendbanden, die derzeit Dresden unsicher machen, haben es bei ihren meist jungen Opfern vornehmlich auf Handys, Kopfhörer oder Bluetooth-Boxen abgesehen. Nicht selten wird deren Herausgabe mit Teleskopschlagstöcken, Schlagringen und Messern erzwungen. Oft werden die Opfer mit Schlägen und Tritten traktiert.

Die Delikte verteilen sich über die gesamte Stadt. Der zeitliche Schwerpunkt liegt in den Abendstunden (ab 17 Uhr). Besonders häufig kommt es an den Freitag- und Samstagabenden zu den Raubüberfällen.


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