Achtung, Ambrosia-Gefahr

Ambrosia
Foto: Sächs. Sozialministerium

Warum die Pflanze so gefährlich ist und gemeldet werden muss …

Eine einzelne Ambrosia-Pflanze ist imstande, während der Blütezeit bis zu einer Milliarde Pollen zu produzieren. Und diese Pollen können schon in geringen Mengen heftige allergische Reaktionen auslösen – auch bei Menschen, die bisher keine Allergien hatten.
Von Sommer bis Spätherbst haben Betroffene mit heuschnupfenartigen Symptomen wie Fließschnupfen, Bindehautentzündung und Asthma zu kämpfen. Besonders heimtückisch: Auch Kreuzallergien zu Lebensmitteln wie z.B. bei Banane, Melone, Tomate, Gurke, Kürbis und Basilikum sind bekannt, so dass allergische Reaktionen auch beim Verzehr dieser Lebensmittel vorkommen können.

Ambrosia gehört zur Familie der Korbblütler und wird auch Beifußambrosia, Beifußblättriges Traubenkraut, oder aufrechtes Traubenkraut genannt. Ursprünglich war die einjährige Pflanze in Nordamerika heimisch. Im 19. Jahrhundert wurde sie nach Europa importiert, wo sie sich stark ausgebreitet hat. Heute ist sie vor allem in Österreich, Ungarn, Frankreich, Italien und in der Schweiz zu finden. Aber auch in Deutschland ist es eine Zunahme der Funde zu verzeichnen. „Fachleute rechnen damit, dass sich die Pflanze in Deutschland weiter ausbreitet. Schon kleinste Mengen können gesundheitliche Reaktionen auslösen. Deshalb ist es wichtig, die Ausbreitung der Pflanze zu verhindern bzw. deren Wachstum einzuschränken“, sagt Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping. Wer also Beifußambrosie im eigenen Garten, beim Wandern, Spazieren gehen oder zufällig entdecken, sollte diesen Fund unbedingt melden. Dazu gibt es eigens einen Meldebogen, den das Sächsische Gesundheitsministerium auf seiner Homepage eingestellt hat.

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