Fassadenstreit zum Palais Riesch

Diesen Entwurf hat die am Neumarkt planende CG-Gruppe dem Bauausschuss und der Öffentlichkeit vorgeschlagen. Er stößt aber auf Ablehnung. Visualisierung: CG-Gruppe

Historisch oder modern? Am geplanten funktionalen Aussehen der Fassade der Rampischen Straße 16 bis 18 hat sich heftiger Streit entzündet. Viele Dresdner plädieren für eine Anlehnung ans geschichtliche Vorbild. „Wir machen das Quartier ganz oder gar nicht“, hatte der Berliner Unternehmer Christoph Gröner in der öffentlichen Vorstellung erklärt.
Das Problem: Die Vorgabe, gestalterisch dem 18. Jahrhundert nahezukommen, . Damals wurde der Vierflügelhof wiedererrichtet, nachdem das Palais während des Siebenjährigen Krieges zerstört worden war. So zumindest lautete , die sich in den vergangenen drei Monaten mit der künftigen Gestaltung beschäftigt hat.Am Donnerstag musste nun Christoph Gröner den vielen Dresdnern bei einer Infoveranstaltung im Suitess-Hotel verkünden, dass daraus nichts wird.lässt sich praktisch nicht umsetzen. Alte Deckenhöhen, Fensterpositionen und -anzahl sowie die Anordnung der Dachgauben lassen nach heutigen Maßstäben keine Nutzung als Wohnhaus zu.Denn die CG-Gruppe hatte keine Interessenten für ein Konzept wieTheater oder eine Kultureinrichtung gefunden und sich daher für Wohnungen entschieden. . Doch selbst Doch für diese gelten strengere Vorschriften als für Hotels, was Belichtung und Belüftung angeht. Durch historische, also kleine Fenster dringt schlichtweg zu wenig Licht in die Wohnräume.
Die Jury hatte sich daher für eine zeitgenössische Fassade entschieden.„Es gab viele Bemühungen, eine historische Fassade gangbar zu machen. Aber man muss irgendwann akzeptieren, dass es nicht funktioniert“, gibt sich Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain geschlagen. Um doch noch einen Kompromiss zu finden, hat Christoph Gröner zwei weitere Architekturbüros einbezogen und den Wettbewerb bis Ende April verlängert.Grundlage dafür bleibt allerdings der moderne Entwurf. (ug)

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