Scheune-Vorplatz zubetoniert

Schon vor der offiziellen Übergabe nahmen Sonnenhungrige am vergangenen Wochenende den Scheune-Vorplatz in Besitz. Foto: Una Giesecke

Noch vor der offiziellen Übergabe am Montag nahm am vergangenen Wochenende das Publikum den neugestalteten Platz vor der Scheune wieder in Besitz. Die massive Betonierung schien dabei die wenigsten zu stören. Im Gegenteil, von den hellen, glatten Flächen hatten sich bereits etliche Schmierfinken zum Besprühen eingeladen gefühlt. „Mit dieser neustadtspezifischen Prägung hatten wir gerechnet“, gibt der Verantwortliche Thomas Pieper vom Stadtplanungsamt unumwunden zu.
Zum Thema Beton erklärt er, dass mehrere Varianten geprüft worden seien. „Asphalt hätte sich im Sommer zu sehr aufgeheizt, deshalb haben wir uns für eine Pflasterung in hellen Farben entschieden, deren Auswahl mit dem Scheune e.V. abgestimmt wurde.“ Wiese wäre bei dem dichten Begängnis wohl nie gewachsen. Rasengittersteine sind zwar durchlässig für Regen und Bewuchs, „darauf läuft es sich aber schlecht“.
Daher freuen sich die Neustädter, dass noch einige Bäume die Baustelle überlebt haben. Manche waren den schweren Baufahrzeugen der Turnhalle zum Opfer gefallen, andere waren auf dem Kriegsschotter im Untergrund ohnehin nur spärlich gediehen. „Daher wurden mehrere Neupflanzungen getätigt.“

Für 1,5 Millionen Euro

Begonnen hatten die Bauarbeiten im September 2014. Seither sind rund 1,5 Millionen Euro, davon 110 000 Euro aus Städtebaufödermitteln, in die Platzgestaltung an der Kreuzung Alaun-/Louisenstraße geflossen. Mit dem Abschluss ist nun der beliebte Biergarten wiederhergestellt sowie von der neuen Turnhalle bis zu Katys Garage eine 80 Meter lange und neun Meter breite Freifläche für öffentliche Veranstaltungen entstanden. Über zwei Rampen ist nun auch die Scheune über die Alaunstraße barrierefrei zu erreichen. Eine neue Böschungsmauer, die Vorplatz und Biergarten der Scheune räumlich trennt, bietet Gelegenheit zum Sitzen. Auch rund um alte oder neu gepflanzte Bäume sind Sitzbänke, vier Papierkörbe und zwei Unterflurbehälter mit einem Fassungsvolumen von 1 000 Litern stehen ebenso bereit wie 50 Fahrradabstellplätze. Dies geschah auf Wunsch der Anwohner.
Seit Anfang der Neunziger hatte es immer wieder Bürgerbeteiligungsrunden zu dem zentralen Platz gegeben. Darin hatten die Neustädter die ursprünglich geplante Wiederbebauung mit Wohnhäusern wie vor dem Zweiten Weltkrieg abgelehnt.

Una Giesecke

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