Wahre Helden haben Tradition

Auch dieser Ring wartet auf die Historiker. Foto: PR
Auch dieser Ring wartet auf die Historiker. Foto: PR

Die Krostritzer Brauerei feierte im April 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot. Damit gab sie auch den Startschuss für den 13. Ur-Krostritzer-Jahresring. Für den mitteldeutschen Historikerpreis bewerben sich Freizeithistoriker jenseits der Profession bis zum 15. August mit ihren geschichtlichen Ausarbeitungen. Ihr Thema können sie frei wählen, nur geografisch müssen sich die Einsendungen auf Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Südbrandenburg beziehen. Dotiert ist der Wettbewerb mit insgesamt 5 000 Euro. Zusätzlich vergibt die Krostitzer Brauerei 500 Euro als thematischen Sonderpreis zum Jubiläum „500 Jahre Reinheitsgebot“.
Rund 1 300 Arbeiten über die mitteldeutsche Geschichte hat die Jury des Ur-Krostitzer Jahresrings in den letzten zwölf Jahren gesichtet. „Diese Zahl stellt auf beeindruckende Art und Weise die historische Leistung der Menschen in Mitteldeutschland dar“, sagt Brauereichef Wolfgang Welter. „Ich bin überzeugt davon, dass wir auch in diesem Jahr viele spannende Ausarbeitungen erwarten können. Unter unserem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ wollten wir von Beginn an die Menschen motivieren, sich in ihrer Freizeit aktiv mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, umso gefestigt die Aufgaben der Zukunft zu bewältigen.“

Preisverteilung und Sonderpreis

Der Gesamtsieger erhält 1 500 Euro. Ihm wird darüber hinaus der „Ur-Krostitzer Jahresring 2016“ verliehen – eine massiv goldene Nachbildung des Ringes, den Schwedenkönig Gustav II. Adolf dem Krostitzer Braumeister 1631 als Dank für den „wohlschmeckenden Labetrunk“ schenkte. 3 000 Euro teilen sich die Gewinner von bis zu sechs Themenkategorien, die die Jury anhand der Einsendungen festlegt. Kategorien der letzten Jahre waren zum Beispiel „Industriegeschichte“, „Dokumentation“, „Zeitgeschichte“ oder „Biografie“. Sie ermöglichen es, thematisch verschiedene Arbeiten besser vergleichen zu können und somit mehrere Hobbyhistoriker für ihre Leistung auszuzeichnen. Für Teilnehmer ab 16 Jahren lobt die Krostitzer Brauerei einen mit 500 Euro dotierten Jugendsonderpreis aus. Anlässlich des 500. Jubiläums des Reinheitsgebots schreibt die Krostitzer Brauerei einen Sonderpreis aus. Die beste wissenschaftliche Arbeit über die Geschichte des Bieres wird mit 500 Euro ausgezeichnet. In der Jury sitzen Brauereichef Wolfgang Welter und Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und zuvor ehemaliger Museumsdirektor vom Schloss Lützen. Bei der Schlacht von Lützen, einer der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges, starb der schwedische König Gustav II. Adolf 1632. Den Juryvorsitz hat Professor Manfred Straube inne. Er war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1995 unter anderem Dekan der Philosophischen Fakultät an der Pädagogischen Hochschule sowie gewählter Direktor der Sektion Geschichte der Universität Leipzig. Die Einsendungen zum Jubiläum „500 Jahre Reinheitsgebot“ prämiert Barbara Sarx-Lohse, Vorsitzende des Sächsischen Brauerbundes e. V.

Freizeithistoriker reichen ihre Bewerbung bis zum 15. August bei der Radeberger Gruppe KG, c/o Krostitzer Brauerei, Brauereistraße 12 in 04509 Krostitz, Stichwort „Ur-Krostitzer Jahresring“, ein. Die Unterlagen müssen eine komplette maschinengeschriebene Ausarbeitung des Forschungsprojektes, wenn vorhanden eine Bildauswahl (wahlweise digital oder analog) sowie einen kurzen Lebenslauf enthalten. Da das Material bei der Brauerei oder im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig verbleibt, sollten keine Originale zugesendet werden. Alternativ ist die Bewerbung per E-Mail an jahresring@ur-krostitzer.de möglich. Die Einsendungen sollten nicht älter als fünf Jahre sein. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Dezember dieses Jahres statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Informationen: www.ur-krostitzer.de

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