Indien für Anfänger

Wolfgang Mihan lotet auf Kreuzfahrten neue Reiseziele aus: hier im m Mani Bhavan Gandhi MuseumGhandi-Museum Mumbai. Foto: privat
Wolfgang Mihan lotet auf Kreuzfahrten neue Reiseziele aus: hier im m Mani Bhavan Gandhi MuseumGhandi-Museum Mumbai. Foto: privat

Kreuzfahrt? Nichts für mich! So viele Leute auf einem Schiff und im Anzug zum Essen … Es ist noch nicht lange her, da hatte Wolfgang Mihan dieselben Vorbehalte wie viele Individualisten. „Ich bin zwar kein Abenteurer und buche gerne im Voraus“, sagt der Mediaberater. „Doch ich hatte meine Reisen bis dato immer selbst zusammengestellt.“ Einige Traumziele seien dabei allerdings offengeblieben: „Es gibt Länder, da traue ich es mir einfach nicht zu, ganz allein unterwegs zu sein.“
Ein solches Land war für Wolfgang Mihan Indien. Einerseits lockte ihn die ungeheure Vielfalt der Kulturen und Landschaften, andererseits plagten ihn Bedenken. Würde er das Essen und das Klima vertragen? Könnte er sich ausreichend gegen Krankheitserreger schützen? Wie stünde es um die Sicherheit? Da kam ihm ein Angebot in einem Kreuzfahrt-Newsletter gerade recht. Auf einer preisgünstigen und doch sehr komfortablen Asien-Tour würde er erst einmal nach Indien „hineinschauen“. Singapur, Malaysia, Thailand, Sri Lanka und Dubai bekäme er gleich noch „obendrauf“ – und das alles bei minimalem Sicherheits- und Gesundheitsrisiko. „Mir war klar, dass ich die Länder nach dieser Kreuzfahrt nicht wirklich kennen würde“, erinnert er sich. „Doch ich hätte wenigstens einige Hauptattraktionen gesehen und wüsste, ob nicht doch noch mal eine nähereErkundung infragekäme.“Faszinierende KontrasteDer Plan ging für Wolfgang Mihan hundertprozentig auf: Allein drei der vier Indien-Stationen bringen ihn noch heute ins Schwärmen. Das Naturschauspiel von Alappuzha, einem „Spreewald im Mega-Format“, das Flair der einstigen Hippie-Hochburg Goa oder das pulsierende Leben der Riesenstadt Mumbai vermittelten ihm eine Ahnung von den zahllosen Facetten des südasiatischen Landes. „Während der gesamten Reise faszinierten mich besonders die Kontraste zwischen den einzelnen Ländern und Orten“, fasst er zusammen. Dass er dafür auf einem Schiff mit 3 000 anderen Touristen unterwegs war, störte ihn wenig. „Es war verblüffend, wie sich die vielen Leute verteilten. Beim zeitlich gestaffelten Essen ging es sehr kulturvoll zu. Ich saß mit englischsprachigen Mitreisenden am Tisch und habe bei den angenehmen Unterhaltungen gleich meine Sprachkenntnisse aufgefrischt.“Dreimal habe er sogar freiwillig einen Anzug getragen. „Nur die Werbung für Ausflugs- und Fotoangebote war manchmal ein bisschen zu aufdringlich.“Malaysia und Singapur will Wolfgang Mihan nun auf Individualreisen genauer unter die Lupe nehmen. Zum Ausloten neuer Ziele kommen Kreuzfahrten für ihn jederzeit wieder infrage: Auf der Wunschliste stehen derzeit Hongkong, China und die Südsee. (Birgit Hilbig)

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