Nachhaltig gebaut und gut saniert – Dresdner Schulen

Schulbürgermeister Peter Lames vor der Visualisierung des neuen Atriums in der 76. Grundschule in Briesnitz Foto: Thessa Wolf

Peter Lames ist zuversichtlich – und das, obwohl die Dresdner Schulen im Sanierungsstau stehen. Mit 650 Millionen Euro könnte die Stadt alle Schulen auf einen Schlag auf Vordermann bringen. „Da ist in den neunziger Jahren viel versäumt worden“, so der Beigeordnete für Personal und Recht, der auch für Schulen zuständig ist. „Jetzt haben wir pro Jahr etwa 100 Millionen Euro zur Verfügung, gehen die Sache aber kontinuierlich an.“
Er legt Wert darauf, dass die derzeitigen Bauprojekte nicht nur klug geplant, sondern auch für die nächsten Generationen sinnvoll sind. Bei der 76. Grundschule in Briesnitz scheint dies besonders gut zu gelingen. Diese teilt sich bisher noch zusammen mit der 76. Oberschule ein Gebäude. Weil dies sanierungsbedürftig und der Platz zu knapp ist, wurde ein Neubau nebenan geplant – und zwar als Pilotprojekt gemäß dem Bewertungssystem des Bundes für Nachhaltiges Bauen.

Flexible Grundrisse

Ein großes Plus sei die mögliche Umnutzung, erklärt Projektleiter Thomas Renk von der Stesad GmbH. „Im Gebäude gibt es nur 30 Prozent tragende Wände.“ So könnten mit Zwischenwänden je nach Bedarf verschiedene Grundrisse gestaltet werden. Gebaut wird mit Beton. Um jedoch Material zu sparen, hat man in der Decke, wo es die Statik erlaubt, mit Luft gefüllte Kunststoffbehälter eingebracht.
Ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt ist das besondere Lüftungskonzept, bei dem das große Atrium inmitten des Hauses mitgenutzt wird. Knapp 13 Millionen Euro kostet das Vorhaben inklusive neuer Turnhalle.
Ganz neu gebaut werden auch die 147. Grundschule in Pieschen oder die 61. Grundschule in Rochwitz, beide für jeweils zehn Millionen Euro. (dawo)

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