Matthias Lerm spricht über Zerstörung und Neuanfang in Dresden 1945

Museumschefin Joanna Magacz zeigt in der Sonderausstellung zum Wiederaufbau der Warschauer Altstadt, mit wei viel Liebe zum historischen Detail von Anfang an alte Handwerkstechniken zum Einsatz kamen. Foto: Una Giesecke

Als Kind habe sie monatlich ein paar Zloty gespendet, erinnert sich Joanna Magacz. „Und zwar freiwillig“, betont die Chefin des Dresdner Kraszewski-Museums, die in den Siebzigern in Polen aufgewachsen ist. „Alle Schüler im ganzen Land hatten so ein Sparheftchen für den Wiederaufbau der Warschauer Altstadt.“
Wie identitätsstiftend die bis Mitte der achtziger Jahre andauernde Rekonstruktion des historischen Hauptstadtkerns für ihre Landsleute war, erzählt am 11. September, 15 Uhr Dr. Grazyna Ewa Herber aus Bamberg. Interessant für Dresden-Liebhaber dürfte ihr Vergleich mit anderen wiederaufgebauten Städten in Polen und Deutschland werden.
Denn während Warschaus Innenstadt um das Königsschloss, in dem August der Starke und sein Sohn dereinst residierten, sofort nach 1945 ohne Diskussionen, mit Spenden aus ganz Polen Stein für Stein mit alten Handwerkstechniken detailgetreu wiederaufgebaut wurde, versuchten SED-Politiker in Dresden wie überall in der DDR, das kulturelle Erbe zugunsten sozialistischer Städteplanung auszuschließen.
Matthias Lerm beleuchtet die Hintergründe dieser „zweiten Zerstörung“ am kommenden Sonntag, dem 14.8., 15 Uhr. Der bekannte Buchautor spricht im Rahmen einer Vortragsreihe, die die Sonderschau „Wiederaufbau der Warschauer Altstadt“ begleitet. (dawo)

Kraszewski-Museum, Nordstr. 28, 6/5 Euro,  stadtmuseum-dresden.de
Mi – So, Feiertage: 13 – 18 Uhr

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