80 Jahre Dresdner Rosengarten

Die fünfjährige Dea von der benachbarten Kita „Knirpsenwiese“ sang ein Froschliedchen zur Geburtstagsfeier der Grünanlage am Carusufer. Foto: Una Giesecke

Zum 80-jährigen Jubiläum des Rosengartens haben am Donnerstag Kinder der Kita „Knirpsenwiese“ ein Froschliedchen aufgeführt. Zum Geburtstag gratulierte Dresdens Bürgermeister Hartmut Vorjohann und dankte dem Gärtnermeister Jens Zappe und seinen sieben Mitarbeitern, die die 30 000 Quadratmeter am Carusufer regelmäßig pflegen. Für jährlich rund 177 000 Euro kümmert sich das Personal des städtischen Regiebetriebs um 120 verschiedene Rosensorten und Gehölze, die zum Teil noch aus der Entstehungszeit stammen.
Der damalige Stadtgartendirektor Heinrich Balke setzte am Königsufer seine Idee von einer Promenade um und schuf damit ein Gegenstück zur bebauten Altstädter Elbseite, was zugleich Bauspekulationen verhinderte. Arbeitslose, die für 50 Pfennig Tageslohn zum Bau abkommandiert worden waren, errichteten die Grünanlage, die anschließend mit Rosen aus der Reichsgartenschau 1936 in Dresden bepflanzt wurde.
Von Bomben 1945 getroffen, diente das Gelände in der Nachkriegszeit zum Gemüseanbau. Bis 1957 wurde der Rosengarten wiederhergestellt und 1976 modern umgestaltet. Nach 1995 ließ die Stadt ihn schrittweise denkmalgerecht sanieren. Orkane und die Fluten von 2002 und 2013 setzten dem Park empfindlich zu.
Zum Jubiläum haben die Mitarbeiter Wege und Beete frisch herausgeputzt. Damit es auch künftig sauber bleibt, wünschen sich die Gärtner Besuchertoiletten und mehr Abfallbehälter für die Hinterlassenschaften der nachts rücksichtslos Feiernden.

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