Gänsediebbrunnen in Dresdner Altstadt restauriert

Gänsediebbrunnen in der Dresdner Weißen Gasse Foto: Una Giesecke

Ein Streich der Kruzianer – Robert Diez hielt die Geschichte vom Dresdner Gänsedieb 1878 in einer Bronzeplastik fest. Für den Abschiedsschmaus des auf Besuch weilenden Studenten Thomas Plattner musste 1512 ein Braten auf den Tisch. Und das liebe Federvieh lief noch frei durch die Gassen der Stadt, meist hüteten Kinder die Gänse, da hatten die Knaben leichtes Spiel. Wie man einer schnatternden Gans die Gurgel zudreht, sie rupft, ausnimmt und zubereitet, war den Knaben damals offenbar geläufig.
Vom ursprünglichen Standort am Ferdinandplatz kam der Brunnen 1961 auf seinen heutigen Standort in der Weißen Gasse. Nun wurde er entkalkt, geputzt und gewachst, behielt aber genug von der grünen Patina, um dem Material sein Alter ansehen zu können. Der Bildhauer erhielt 1879 auf der internationalen Kunstausstellung in München eine Goldmedaille. Von Robert Diez stammen unter anderem auch die Zwillingsbrunnen Stürmische Wogen und Stille Wasser am Albertplatz.

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