Vortrag in Dresden über eine Welttour per Fahrrad

Drei-Gang-Rad statt High Tech: 1964 von Deutschland nach Indien Foto: Pohl

Dreimal ist Fred-Roderich Pohl knapp am Tod vorbeigeschrammt, er traf den Dalai Lama, übernachtete in Provinzgefängnissen und durchquerte Sümpfe. 19-jährig fuhr er 1964 allein mit dem Fahrrad durch Afrika bis nach Indien.

In einem Vortrag am Dienstag, dem 16. Mai, ab 20 Uhr schildert der heute 72-Jährige im Fahrrad XXL Dresden-Nickern (neben Kaufpark Nickern, Dohnaer Straße 250, 01257 Dresden), Erlebnisse seiner Tour, zu der er damals ohne GPS, Handy, Digitalkamera oder Blog aufbrach. Allein war Pohl elf Monate lang unterwegs und lernte 20 Länder kennen. „Einige davon gibt es heute gar nicht mehr. In andere würde sich heute kaum jemand freiwillig begeben“, sagt der Abenteuerreisepionier aus Niedersachsen.

16 000 Kilometer legte er auf seinem Drei-Gang-Tourenrad zurück, pro Tag schaffte er rund
110 Kilometer. Weitere 20.000 Kilometer legte der junge Pohl mit anderen Verkehrsmitteln und seinem Rad im Gepäck zurück. Seine Dias sind leicht verblichen. Doch wenn Diplom-Betriebswirt Pohl heute erzählt, was er bis Juli 1965 erlebt hat, scheint es, als wäre es erst gestern gewesen.

Diese Fahrt nach Kalkutta habe sein Leben geprägt, sagt er. Reisebeschreibungen und Expeditionsberichte, die er als Jugendlicher regelrecht verschlungen habe, hätten ihn im Alter von 17 Jahren „auf die hirnverbrannte Idee“ gebracht. „Meine Devise: Geht nicht, gibt’s nicht.“ Pohls Stories sind „kaum zu glauben aber wahr“, wie sein Tagebuch und vor allem sein Fahrtenbuch dokumentieren. Irgendwo an der Landesgrenze zwischen Syrien und Irak sei er beinahe in einem Sandsturm erstickt, am Himalaya bei einer Trekkingtour beinahe zu Tode gestürzt. (df)

Die Gäste des Diavortrages bekommen Eintritt 5 Euro, alkoholfreie Getränke spendiert. Außerdem werden unter den Besuchern frei, Preisverlosung

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