Staatsoperette feiert erste Premiere nach Havarie am 3. Februar

Das Kraftwerk Mitte in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv
Das Kraftwerk Mitte in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Dresden. Ab Mitte Februar kann die Staatsoperette Dresde wieder die gesamte Bühnenfläche und fast alle technischen Möglichkeiten, die das Haus bietet, nutzen. Seit dem 2. Dezember 2017 wird zwar im Haus schon wieder Theater gespielt, aber – weil auf dem hinteren Teil der Bühne der Boden ausgetauscht wird – nur auf der Vorbühne.

Vom 1. bis 14. Januar 2018 finden dort auch die traditionellen Neujahrskonzerte statt. Die von der Sprinkler-Havarie im Oktober verursachten Schäden sollen bis Mitte Januar 2018 behoben sein.

Unter anderem werden der Bühnenboden neu verlegt, beschädigte Scheinwerfer erneuert und Maschinenteile an Zügen und Hubvorrichtungen ersetzt. Restarbeiten werden im laufenden Betrieb und in der Sommerpause ausgeführt.

Nach dem 14. Januar 2018 beginnen in der Staatsoperette Proben und technische Einrichtungen auf der Bühne – das wäre die gute Nachricht. Und die schlechte: Im Januar müssen alle Vorstellungen ab dem 15. Januar ausfallen, schreibt die Stadt. Ursprünglich war geplant, bereits ab Ende Januar wieder auf der Bühne spielen zu können. 

Deswegen würden sich die Spielpläne für Februar und März erheblich von den bisher veröffentlichten unterscheiden. Die Premiere von Paul Linckes „Frau Luna“ am 3. Februar 2018 wird die erste Vorstellung nach der Havarie im Haus sein.

Der Finanzausschuss des Dresdner Stadtrates hatte am Montag, 4. Dezember in einer Eilentscheidung 240 000 Euro bereitgestellt. Damit kann die Eigentümergesellschaft Kommunale Immobilien Dresden (KID) kurzfristig weitere Instandsetzungsmaßnahmen beauftragen.

Nach gegenwärtigem Stand betragen die Sachschäden am Gebäude und den technischen Anlagen etwa 3,5 Millionen Euro. Die Staatsoperette rechnet bis Ende Januar 2018 zudem mit Einnahmeverlusten von etwa 525 000 Euro durch den Entfall von Vorstellungen und den gegenwärtigen alternativen Spielplan. Die Höhe aller Schäden werde erst feststehen, wenn sämtliche Arbeiten abgeschlossen sind und der Notspielbetrieb der Staatsoperette beendet ist.

Und wer haftet nun für den gesamten Schaden? „Voraussichtlich kommt die Firma, welche für versehentliche Auslösung der Sprühflutanlage während der Prüfung im Oktober verantwortlich ist, für die entstandenen Schäden auf. Die Sach- und Haftpflichtversicherung der KID ist ebenfalls eng eingebunden. Alle Maßnahmen werden mit den Gutachtern der Versicherungen abgestimmt und reguliert“, sagt Axel Walther, Geschäftsführer der KID. (mit Material von sz-online)

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