Stadt nimmt bettelnde Kinder in Obhut

Kinder betteln in Dresden immer wieder, wie hier an der Bautzner Straße Ecke Rothenburger Straße. (Foto: sz online)

Dresden. Schon 14 bettelnde Kinder mussten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in diesem Jahr in Obhut nehmen. Das passiert immer dann, wenn die Mädchen und Jungen allein auf der Straße aufgegriffen werden und die Eltern nicht in der Nähe sind. Die Minderjährigen werden in den Kinder- und Jugendnotdienst gebracht.

Außerdem erwischte das Ordnungsamt in diesem Jahr bisher 59 aggressive Bettler. Als aggressiv gilt, wenn jemand wiederholt, mit Körperkontakt oder in Begleitung von Hunden bettelt. Seit Monaten wird in der Stadt über ein Bettel-Verbot für Kinder debattiert. So schlägt es die Stadtverwaltung in der neuen Polizeiverordnung vor. Diese wird derzeit in den Ausschüssen diskutiert. „Ein Verbot ist keine Lösung, wir brauchen sozialpädagogische Angebote für die Kinder und wirksame Maßnahmen gegen Armut“, sagt Linken-Fraktionschef André Schollbach. Die CDU befürwortet ein Verbot, sagt ihr Fraktionsvorsitzender Jan Donhauser. Die SPD ist sich uneins.

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