Die EM 2024 findet in Deutschland statt – und damit auch in Sachsen

Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, zeigte heute ein Blatt mit der Aufschrift «Germany». (Foto: Soeren Stache/Archiv dpa)
Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, zeigte heute ein Blatt mit der Aufschrift «Germany». (Foto: Soeren Stache/Archiv dpa)

Die EM 2024 findet in Deutschland statt! Heute Nachmittag wurde die Entscheidung der UEFA veröffentlicht und auch Sachsens Fußballchef Hermann Winkler zeigte sich bereits begeistert davon, dass sich  Deutschland nach dem Sommermärchen 2006 mit der WM nun auf eine Wiederholung dieser sportlichen Gefühlen mit dem EM-Zuschlag freuen darf. «Ich bin glücklich. Das ist die erste Fußball-Europameisterschaft auf sächsischem Boden», sagte der 55-Jährige am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist eine große Chance für uns. Jetzt können die 17- und 18-Jährigen trainieren, um entweder selbst im Kader dabei zu sein oder sich auf die Spiele vor der Haustüre freuen und ihre Idole sehen.» Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer freute sich über die Entscheidung durch die UEFA in Nyon. «Klasse», twitterte er.

Der Freistaat und die gesamten neuen Bundesländer werden unter den zehn Standorten durch Leipzig bei der EM 2024 vertreten. Dresden war wegen der zu geringen Zuschauerkapazität des Rudolf-Harbig-Stadions in der internen Entscheidung durchgefallen. Man müsse nun aber auch darauf achten, «dass das eine nachhaltige Europameisterschaft wird, nicht nur ein Event. Es müssen dauerhaft gute Bedingungen für jungen Talente geschaffen werden», betonte Winkler. Das Umfeld müsse gestärkt werden. «Kommunen, Länder und der Bund müssen Gelder in den Stadion- und Sportstättenbau stecken», sagte er. «Ich freue mich über diese Entscheidung, wie alle sportbegeisterten Leipzigerinnen und Leipziger», teilte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung in einer Presseerklärung mit und versprach: «Wir werden unser Bestes geben, ein professioneller Veranstalter zu sein und unsere Stadt von ihrer liebenswerten Seite zu zeigen.»

Mit diesem Zuschlag setzte sich der DFB bei der UEFA-Exekutive gegen den einzigen Mitbewerber Türkei durch. Um 15.21 Uhr zog UEFA-Präsident Aleksander Ceferin den Zettel mit der Aufschrift „Germany“ aus dem Umschlag. Als Spielorte sind Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt vorgesehen. Das Olympiastadion in der Hauptstadt mit einer Kapazität von 70 033 Zuschauern ist der Kandidat für das Finale. Deutschland richtet zum zweiten Mal nach 1988 eine EM aus. Als Gastgeber muss man sich nach aktuellem Planungsstand voraussichtlich nicht für das Turnier qualifizieren. Die genauen Kriterien sind allerdings auch noch nicht festgelegt.

Der DFB punktete in seiner Bewerbung vor allem mit den vorhandenen Stadien sowie der bestehenden Infrastruktur und wirtschaftlicher Stabilität der Bundesrepublik. Der weiterhin nicht komplett aufgeklärte Skandal um die WM 2006 spielte offensichtlich keine größere Rolle bei der Mehrheit der Wahlleute. Der türkische Mitbewerber hatte vor allem für das fehlende Menschenrechtskonzept und aufgrund finanzieller Risiken schlechte Bewertungen durch die UEFA-Prüfer kassiert. Die Türkei scheiterte damit erneut wie zuletzt bei den vergeblichen Anläufen für die EM 2008, 2012 und 2016.

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