Darum sind Läuse kein Grund zur Panik

Nein, nicht Micky Maus, sondern der Teddybär der Familie Laske unterm Läusekamm. Foto: SZ/Ronald Bonß

Um Kopfläuse zuverlässig loszuwerden, gilt: Doppelt hält besser. Denn mit einer einmaligen Behandlung ist es leider nicht getan. Das jeweilige Mittel muss nach acht bis zehn Tagen erneut angewandt werden. Bewährt haben sich Mittel mit Chrysanthemenöl, weil sie ungiftig für den Menschen sind und die Tierchen keine Resistenzen entwickeln – sie ersticken. Geeignete Mittel aus der Apotheke sind nicht gerade billig, aber per Rezept vom Kinderarzt übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Mittel richtig einwirken lassen

Das Ganze kostet auch Zeit und verlangt dem Kind einige Geduld ab. Zunächst werden die Haare mit Wasser befeuchtet. Sie dürfen nicht zu nass sein, um das Mittel nicht zu sehr zu verdünnen. Dieses wird gleichmäßig auf dem kompletten feuchten Schopf verteilt, sodass alle Haare vollständig bedeckt sind.
Anschließend empfiehlt es sich, eine Haube aufzusetzen oder ein Stirnband anzulegen, damit das Mittel nicht in Augen und Ohren herabläuft.

Wer ein Handtuch um den Kopf bindet, riskiert, dass das Mittel teilweise aufgesaugt wird. Dieses muss aber während der unbedingt einzuhaltenden Mindesteinwirkzeit ertragen werden – da hilft Ablenkung, bei kleinen Kindern mit einem Trickfilm oder Buchvorlesen. Beim Auskämmen muss das Kind außerdem ein bisschen Ziepen aushalten – dagegen hilft nicht ausgewaschene Pflegespülung. So können die Plagegeister schlechter davonlaufen.

Läusekamm ist ein absolutes Muss

Das Haar muss sorgfältig Strähne für Strähne mit einem Läusekamm vom Ansatz bis zur Spitze ausgekämmt werden. Nach jeder Strähne wird der Kamm auf einem Küchenpapier abgestreift. Dazu braucht man helles Licht und gute Augen oder eine Lupe, um nach erwischten Nissen oder Läusen zu schauen. In dem Fall muss dieselbe Strähne noch mal ausgestrichen werden. Der Kamm sollte stabil, am besten aus Metall sein und enge Zinken haben.

Was sonst noch zu beachten ist

Vorsicht bei der Anwendung von Läusemittel in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Säuglingen und Kleinkindern, bei bestimmten Allergien und Überempfindlichkeiten sowie bei offenen Stellen auf der Kopfhaut.

  • Bei Befall sofort die Schule oder Kita, die das Kind besucht, sowie das nähere Umfeld benachrichtigen und erst nach erfolgreicher Behandlung wieder besuchen.
  • Alle Personen, zu denen näherer Kontakt bestand (Familie, Kita-Gruppe, Klasse), sorgfältig untersuchen und bei Befall behandeln
  • Bett des Betroffenen bei 60 Grad waschen, frisch beziehen, Schlafanzug wechseln, benutzte Bürste oder Kamm reinigen.
  • Mützen und Kuscheltiere für drei Tage in verschlossenem Plastikbeutel aufbewahren.

 

 

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