Rente, Krankenkassen, Fahrverbote &Co: Das alles ändert sich 2019

Symbolfoto: Archiv

Es wird für 2019 eine kräftige Rentenerhöhung erwartet. Gute Nachrichten für ca. 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner aus dem gesamten Bundesgebiet. Seit 2014 geht der Trend nur noch nach oben. Die Renten steigen und steigen. Dies hängt unmittelbar mit dem Anstieg der Löhne und Gehälter zusammen, die in diesem Jahr 2018 um fast vier Prozent gestiegen sind.

Mütterrente wird ausgeweitet

Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden stärker angerechnet. Die betreffenden Renten werden so pro Kind um 16,02 Euro brutto im Westen und um 15,35 Euro im Osten erhöht. Die erweiterte Mütterrente dürfte bei im Januar beginnenden Neurenten bereits zu Buche schlagen. Die Bestandsrenten werden erst am März erhöht, der Zuschlag soll dann nachgezahlt werden.

Diesel-Fahrverbot

Ab 2019 treten die ersten Diesel-Fahrverbote in Kraft. Nach und nach wird es in verschiedenen Städten verboten sein, bestimmte Straßen oder Zonen mit Diesel-Fahrzeugen mit gewissen Abgasnormen zu befahren. Mehrere deutsche Großstädte werden davon betroffen sein. Bei einem Verstoß gegen das Gesetz muss mit Bußgeld gerechnet werden.

Befristete Teilzeit für Arbeitnehmer

Zeitlich befristete Teilzeit wird für Millionen Arbeitnehmer eingeführt. Die vereinbarte Arbeitszeit kann künftig für ein bis fünf Jahre verringert werden. Dann müssen die Arbeitgeber die Rückkehr in Vollzeit ermöglichen. Die befristete Teilzeit mit anschließender Brücke in Vollzeit gilt in Unternehmen mit mindestens 45 Beschäftigten, wenn der Mitarbeiter mindestens ein halbes Jahr in dem Betrieb ist.

Änderungen für Beitragszahler

Zum Jahreswechsel sollen der Pflegebeitrag um 0,5 Punkte erhöht und der Arbeitslosenbeitrag um 0,5 Punkte gesenkt werden. Der Arbeitslosenbeitrag sinkt von 3 auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung soll zum 1. Januar 2019 um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens steigen. Beitragszahler ohne Kinder müssen künftig 3,3 Prozent zahlen.

Kostenlose Kitas für Geringverdiener

Deutschlands Kitas sollen besser und für Geringverdiener kostenlos werden. Ab Anfang 2019 sollen die Länder dafür Mittel über das „Gute-Kita-Gesetz“ erhalten können. Bis 2022 sollen dafür 5,5 Milliarden Euro vom Bund an die Länder fließen.

Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland steigt zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde. Aktuell sind es 8,84 Euro. Das entspricht einer Steigerung um 3,9 Prozent. Zum 1. Januar 2020 erhöht sich der Mindestlohn erneut, dann auf 9,35 Euro.

Entlastung für Krankenversicherte

Die 56 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen werden entlastet – die Arbeitgeber müssen wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen. Ab 1. Januar 2019 finanzieren sie auch die von den Mitgliedern bisher allein zu zahlenden Zusatzbeiträge zu gleichen Teilen mit. Arbeitnehmer und Rentner sparen dadurch 6,9 Milliarden Euro jährlich.

Bye-bye TAN-Liste

Wer eine Online-Überweisung durchführen möchte, benötigt dazu eine TAN. Jeder Bankkunde erhielt bis dato eine Papier-Liste mit den TAN-Nummern. Ab September 2019 wird es keine auf Papier verschickten TAN-Listen mehr geben. Diese sollen komplett durch die bereits sehr beliebten anderen Methoden ersetzt werden: TAN-Generator, Photo-TAN oder mobile-TAN.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Ab dem Steuerjahr 2018 hat jeder zwei Monate mehr Zeit für seine Steuererklärung. Statt wie bisher bis Ende Mai müssen die Dokumente nach Angaben der VZ NRW künftig immer erst bis zum 31. Juli eingereicht werden. Eine längere Frist gibt es auch, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein hilft. War der letzte Termin für die Erklärung 2017 noch der 31. Dezember 2018, kann die Steuererklärung für 2018 nun bis Ende Februar 2020 abgegeben werden, wenn ein Berater dabei mitwirkt. ekg

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