Bremsencheck – Was sollte man beachten

Bildautor: Andrew Martin

Eines der klassischen Verschleißteile eines Fahrzeugs sind die Bremsen. Jedes Kraftfahrzeug hat sie und setzt diese regelmäßig ein. Doch der tägliche Einsatz lässt sie schnell abnutzen und somit verschlechtert sich schleichend die Bremskraft. Letzteres tritt meist ein, ohne dass der Fahrer das unbedingt merkt. Mit dem Verschleiß der Bremsscheiben greifen die Bremsbeläge nicht mehr zuverlässig und ein zeitnaher Austausch ist unausweichlich.

Jedes Jahr dasselbe: Reifenwechsel, Kfz-Versicherung prüfen und mit fachkundiger Hilfe wechseln sowie die Kontrolle der Bremsen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen? So pauschal kann ein idealer Zeitpunkt nicht genannt werden. Denn die Qualität der Bremsbeläge spielt in diesem Kontext ebenso eine Rolle, wie die Häufigkeit der Nutzung des Fahrzeugs. Im Regelfall kann eine mechanische Messung ebenso Auskunft über die Sinnhaftigkeit des Bremsenwechsels geben wie der Stand des Bremsflüssigkeitsbehälters. Beide Dinge werden jedoch überwiegend durch eine Fachwerkstatt festgestellt und nicht eigenhändig eruiert.

Daher sollte man ganz genau auf erste Anzeichen achten. Etwa, wenn sich verdächtige Geräusche wahrnehmen lassen. Hintergrund hierfür sind Metallstifte, die in fast allen Belägen verbaut sind. Aufgrund der Abnutzung werden diese freigelegt und kratzen folglich an der Bremsscheibe. Wird dieses schrille Geräusch wahrgenommen, gilt es umgehend für einen Wechsel der Bremsbeläge zu sorgen. Eine Kfz-Werkstatt kann dabei ermitteln, ob ein Austausch der Beläge ausreichend ist oder ein Kompletttausch nötig ist.

Bremsbeläge selbst tauschen oder besser in der Kfz-Werkstatt?

Bei Fahrzeugen mit einem älteren Baujahr war es nicht sehr schwer, die Bremsen selbst zu wechseln. Mit ausreichendem handwerklichem Geschick konnten die Komponenten erneuert werden. Heute, bei aktuellen Modellen, ist das schon anders. Immer mehr elektronische Bauteile finden sich in den Boliden. Zwar ist die Bremse immer noch ein mechanisches Teil, dennoch ist der Austausch nicht mehr so einfach, wie er einmal war. Denn neben der kompletten Demontage von Felge, Rad und anderen Dingen, muss auf Sensoren und Kabel geachtet werden.

Wer sich dieser Aufgabe dennoch gewachsen sieht, sollte gerade beim Kostenfaktor der neuen Bremsbeläge auf gute und gleichzeitig faire Anbieter setzen. Eine große Auswahl gibt es online bei pkwteile.de. Hier finden sich schnell passende Ersatzteile. Mit bestimmten Kriterien lassen sich hier relevante Teile filtern und zu preiswert ordern.


Beim Selbsteinbau sollte jedoch bedacht werden, dass die Bremsen in puncto Sicherheit eine extreme Verantwortung übernehmen. Insofern müssen diese fachgerecht montiert werden. Ansonsten können die Bremskraft eingeschränkt und die Folgen verheerend sein. Im Extremfall kann sogar der Versicherungsträger in Regress gehen, wenn festgestellt wird, dass die Bremsscheiben oder -beläge nicht fachgerecht montiert waren.

Einfahren der neuen Bremsbeläge und Bremsscheiben

Nicht nur der Einbau muss sauber gemacht sein, sondern anschließend ebenso das Einfahren des neuen Bremssystems. Damit werden Schäden vermieden und die optimale Verzögerung erreicht. Wichtig ist, dass nach einem Wechsel auf Gewalt- oder Schockbremsungen nach Möglichkeit verzichtet wird. Darunter fallen die ersten 300 km Strecke. So gelingt die schrittweise Erwärmung der Bremsscheibe und die Reibflächen werden optimal angepasst. Während dieser Einfahrphase gilt es, rund 30 Bremsungen mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h langsam zu vollziehen. Dabei sollten innerhalb von drei Sekunden 50 km/h erreicht werden. Dazwischen sollten jeweils drei Minuten zur Abkühlung gelassen werden.

Notbremsungen müssen jedoch grundsätzlich mit maximalem Bremsdruck durchgeführt werden. Das gilt auch in der Einbremsphase!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.