Streit um alte Herkuleskeule

Die "Keule" am Sternplatz steht nun leer. Foto: Holm Helis
Foto: Archiv // Holm Helis

Die Stadt plant neue Sozialwohnungen. Diskussionen wie die um den Sternplatz bremsen das.

Die Stadtverwaltung und ihre Wohnungsbaugesellschaft WID sind permanent auf der Suche nach Grundstücken. Doch geeignete Flächen zu finden, sei schwierig, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Deshalb ist er gar nicht amüsiert, dass die FDP nun fordert, das Gebäude der alten Herkuleskeule am Sternplatz zu erhalten. Aus mehreren Gründen gehe das nicht.

Schon lange plant die Stadt, das Gebäude abzureißen. Spätestens seit dem Umzug der Herkuleskeule. An der Stelle soll ein Projekt entstehen, das gleichzeitig mehrere Beschlüsse des Stadtrates umsetzt: sozialen Wohnungsbau und die Förderung von Bauherrengemeinschaften. Es sollen zwei Gebäudeteile entstehen. Zur Maternistraße ein Sechsgeschosser in L-Form. „Geplant sind 39 Wohnungen und drei Geschäfte“, erklärt Stefan Kügler, Sachgebietsleiter im Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung. Ein Drittel der Fläche, die Richtung Annenstraße liegt, sei für eine Bauherrengemeinschaft oder ein Mietshaussyndikat vorgesehen, sagt Kügler. 15 Wohnungen und ein Geschäft sollen dort entstehen.

Aber den Komplex oder auch nur das Gebäude der Herkuleskeule zu erhalten, sei nahezu unmöglich. „Abstandsflächen könnten nicht eingehalten werden und ein Sechsgeschosser neben einem Zweigeschosser würde einfach nicht gut aussehen“, begründet Kügler. „Perspektivisch gibt es in der Innenstadt maximal noch die Möglichkeit, Wohnungen rund um die Cockerwiese zu bauen“, so Schmidt-Lamontain. Derzeit gibt es 37 Standorte, an denen 1330 neue Sozialwohnungen geplant sind.

SZ

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