Kinder- und Jugendbeauftragte sagt zum Kindertag „DANKE“

Foto: Pixabay

Jedes Jahr am 1. Juni wird weltweit der Internationale Kindertag begangen. Wie der Ehrentag für Kinder in den Familien ausgeschmückt wird, ist ganz individuell.

Ziel des Tages ist es aber nicht nur, Kindern etwas Schönes zu bieten. An diesem Tag geht es auch darum, auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. „In den letzten Wochen drehte sich alles ausschließlich um Corona und die Folgen“, sagt Dresdens Kinder- und Jugendbeauftragte Anke Lietzmann. „Die Bedürfnisse der Kinder kamen dabei zu kurz.“

Das untermauert auch die bundesweite Studie JuCo zu Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen. Der Befragung zufolge beklagen Kinder und Jugendliche ein großes Defizit an Einbeziehung in der Zeit der Pandemie. Jugendliche wollen demnach nicht nur auf die Rolle als „Homeschooler“ reduziert werden. Ihr veränderter Lebensalltag und ihre Sorge werden kaum wahrgenommen. Die Jugendlichen sehen nicht, dass sie mit ihren Anliegen Gehör finden, die Beteiligungsformate von jungen Menschen scheinen nicht krisenfest. Die jungen Menschen hätten den Eindruck, dass gegenwärtig die Erwachsenen allein entscheiden, wie sie in der Corona-Krise ihren Alltag zu gestalten haben.

Deshalb sagt Dresdens Kinder- und Jugendbeauftrage in einem Brief, der am 1. Juni auf der städtischen Facebook-Seite (www.facebook.com/stadt.dresden) zu finden sein wird, „Danke“ und ruft Kinder und Jugendliche auf, sich mitzuteilen: „Um eure Wünsche ging es selten. Trotzdem habt ihr durchgehalten und mitgemacht, was von euch verlangt wurde. Ich bin mir sicher, dass das nicht immer leicht war. Dafür zolle ich euch großen Respekt und sage DANKE! Und ich möchte euch ermutigen, den Erwachsenen zu sagen, was euch bedrückt oder was ihr wollt! Viel wurde in den letzten Wochen über euch gesprochen. Aber kaum jemand hat mit euch gesprochen. Das möchte ich ändern und bitte euch, mir eure Ideen zu schicken, wie wir gemeinsam die Corona-Krise besser meistern können. Habt ihr konkrete Vorschläge, wie man für euch problematische Sachen in Schule, Kita, auf dem Hof, in eurer Freizeit ändern kann, dann schreibt sie mir auf, schickt sie an kinderbeauftragte@dresden.de oder lasst das eure Eltern machen.“

Zum Kindertag liegt es der Kinder- und Jugendbeauftragten der Landeshauptstadt Dresden besonders am Herzen, auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen. Deren Mitbestimmung ist nicht nur in Zeiten von Corona wünschenswert. Vielmehr ist die Mitbestimmung in allen die Kinder und Jugendlichen betreffenden Belangen gesetzlich in der UN-Kinderrechtskonvention und in der Sächsischen Gemeindeordnung geregelt.

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Weitere Informationen gibt es auf der Website der Kinder- und Jugendbeauftragen der Landeshauptstadt Dresden
www.dresden.de/kinderbeauftragte

Studie „Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen“
https://hildok.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/1078

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