Heinz-Steyer-Stadion wird saniert

Die BAM Sports GmbH / BAM Deutschland will das Stadion für 34 Millionen Euro erneuern. // Fotos (2): Landeshauptstadt Dresden

Das Heinz-Steyer-Stadion soll umgebaut werden. Die Stadt hat nun den Gewinner des wettbewerblichen Dialogs bekannt gegeben. Die BAM Sports GmbH / BAM Deutschland will das Stadion für 34 Millionen Euro sanieren. Das Stadion soll in Zukunft Platz für 15.000 Zuschauer bieten. Außerdem sollen eine Fechterhalle und multifunktionale Sporträume gebaut werden.

Das im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden durch die STESAD GmbH in Form eines Wettbewerblichen Dialogs durchgeführte europaweite Vergabeverfahren für den Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions hat am Dienstag, 17. November 2020, einen weiteren Meilenstein hinter sich gebracht.

Mit der Entscheidung der 13-köpfigen Expertenjury gelang ein wesentlicher Schritt zur Beauftragung eines Generalübernehmers für Planung und Bau. Mitglied der Jury sind neben Sportbürgermeister Dr. Peter Lames, Mitglieder der Gestaltungskommission der Landeshauptstadt Dresden, Vertretern des Stadtplanungsamtes, des Eigenbetrieb Sportstätten Dresden, der hauptnutzenden Sportarten und jeweils einen Vertreter der Dresdner Stadtratsfraktionen. Auszuwählen hatte die Jury aus drei Wettbewerbsbeiträgen. Die Wahl fiel einhellig auf die BAM Sports GmbH / BAM Deutschland. Ihr Beitrag zeigt insbesondere hohe sportfunktionale Qualität, die im besonderen Maße im Einklang mit einer ansprechenden Architektur des Stadions steht – so die Jury.

Der Wettbewerbliche Dialog startete am 1. Juli 2019. Es folgten ein viermonatiger Teilnahmewettbewerb, eine erste Dialogphase über sieben Monate und die zweite Dialogphase über knapp sechs Monate. Diese endete jetzt mit der Jurysitzung. Beteiligt hatten sich drei Generalübernehmer: die Bietergemeinschaft BAM Sports GmbH / BAM Deutschland mit Hauptsitz in Düsseldorf, die Ed. Züblin AG Stuttgart sowie die HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft mit Stammsitz im österreichischen Perg. Alle drei Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrungen sowie ausgewiesene Expertisen. Die Hauptangebote aller drei Wettbewerber lagen bei rund 34 Millionen Euro (netto) und damit im geforderten Budgetrahmen.

Sportbürgermeisters Dr. Peter Lames: „Diese drei guten Angebote zeigen, wie attraktiv der Standort ist und dass seine Potenziale auch über Dresden hinaus beachtet werden. Ein herzlicher Dank gilt der Stesad GmbH und dem Eigenbetrieb Sportstätten für die exzellente Vorbereitung der Entscheidung. Dresden kann sich auf dieses neue Bauwerk freuen. Die Entwicklung des Sportparks Ostra wird damit maßgeblich vorangetrieben.“

Der Stadtrat soll in seiner Sitzung am 28. Januar 2021 den Vorschlag der Jury bestätigen und damit den Zuschlag erteilen. Dann könnte im Sommer 2021 mit dem Abriss der alten Steintribüne begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Platz für 15.000 Zuschauer

Die STESAD GmbH erarbeitete bereits eine Entwicklungsstudie zum Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions. Das Basisszenario dieser Studie bildete die Grundlage der Ausschreibung.  Dazu gehören u. a. der Umbau des Stadions mit 5.000 überdachten Sitzplätzen und einer neu ausgestatteten, multifunktionalen Sportanlage mit dem Schwerpunkt Leichtathletik. Mobile Tribünen in den Kurven sollen die Zuschauerkapazität des Stadions auf bis zu 15.000 Personen temporär erweitern können. Dann könnten Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Dresden möglich werden.

Auch der Bau einer Fechterhalle, multifunktionale Sporträume, Fitness- und Tagungsräume, Platz für Sportmedizin, Büros und Vereine sowie Gastronomie und eine Plaza als zentralen Eingang zum Sportpark Ostra sind Teil der Aufgabenstellung.

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