Studentenwohnheim & gesunde Ernährung – passt das zusammen?

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Das Angebot von Wohnheimen bietet mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Hier können Studenten alle Facetten des Studentenlebens kennenlernen und viele Vorteile nutzen, zum Beispiel:

  • Eine angemessene Miete inklusive Nebenkosten und Internetgebühren.
  • Eine leistungsstarke Internetverbindung in jedem Zimmer.
  • Einen Hausmeister-Service, damit man sich um nichts kümmern muss, wenn etwas nicht funktioniert.
  • Einen Waschsalon und den Getränke- und Lebensmittelverkauf in der Nähe des Schlafsaals bzw. der Zimmer.
  • Bereiche für Fahrräder und Autos.
  • Sofortigen Kontakt zu anderen Studierenden, auch aus dem Ausland.
  • Sport, Freizeit und Spaß bei legendären Wohnheimpartys.

Doch wie ist es mit der Küche, haben die meisten Wohnheime auch eine Möglichkeit, zum Kochen? Nun, viele Studentenheime haben nur Schlafzimmer und ein Gemeinschaftsbad, andere haben eine große Gemeinschaftsküche. Wer in seinem Zimmer kochen möchte, muss dann eine Mikrowelle oder einen tragbaren Mini-Herd verwenden. Die meisten essen in der Mensa oder in preiswerten Schnell-Restaurants.

Mancher Student möchte jedoch nicht auf die Möglichkeit verzichten, allein für sich oder auch für Freunde zu kochen. Vielleicht hat er exotische Vorlieben beim Essen, die andere nicht gut verstehen. Oder er kocht frühmorgens oder zu anderen ungewöhnlichen Zeiten oder möchte aus anderen Gründen seinen eigenen Herd und sein eigenes Kochgeschirr verwenden.

Dann besteht auch die Möglichkeit, ein Studentenzimmer zu mieten, das über eine kleine Küchenzeile im eigenen Zimmer verfügt. So ist es etwas bei BaseCamp in Leipzig, einer Studentenstadt, die immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Hier gibt es Zimmer mit und ohne eigene Küche, und auch solche, bei denen man sich die Küche und das Bad mit jeweils zwei anderen Bewohnern teilt. Der Schlafraum ist natürlich immer separat, für die nötige Privatsphäre beim Schlafen, Lernen und dem Treffen von Freunden.

Was findet man in der Küche eines privaten Wohnheims vor?

Man kann davon ausgehen, dass man immer eine Grundausstattung vorfindet, wenn es eine Küche gibt. Das bedeutet, dass Tassen, Teller, Pfannen und Töpfe vorhanden sind, ebenso wie das aller nötigste Besteck. Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es auch eine Kaffeemaschine, ebenso wie einen Kühlschrank, einen Herd (im Einzelzimmer meist nur mit zwei Kochplatten) und eine Mikrowelle. Handelt es sich um einen „shared room“, dann teilt man sich die Dinge mit den anderen Bewohnern.

Hier kann es durchaus zu Konflikten kommen. Mancher Vegetarier möchte nicht, dass in seinen Pfannen auch Fleisch zubereitet wird, und auch „halal“ ist für viele Studenten ein Thema. Darum kann es sein, dass man ein paar Teile eigenes Kochgeschirr mitbringen möchte. Das ist natürlich kein Problem! Wie gesagt, wenn man eine eigene Pfanne und einen Topf verwenden will, dann bringt man diese mit oder kauft etwas vor Ort. Natürlich sollte man die Teile beschriften, damit sie nicht versehentlich von anderen verwendet werden. Für seine Geschirr ist man natürlich selbst verantwortlich.

Es kann sich jedoch auch lohnen, besondere Teile mitzubringen, die man gemeinsam verwenden kann, zum Beispiel einen Reiskocher oder einen Dampfgarer, Damit kann man einfach, schnell und gesund kochen, vor allem, weil die kleinen Helferlein das Essen garen, ohne dass man daneben stehen muss.

Was brauche ich, um schnell und gesund zu kochen?

Die Regeln sind dieselben für Studenten wie für alle anderen Menschen! Und auch wenn nur wenig Geld zur Verfügung steht: Am Essen sollte man möglichst nicht sparen. Die Ernährung ist der Schlüssel zu körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit.

Hier sind ein paar Anregungen:
Fette auf ein Minimum reduzieren
  • Lieber mageres Fleisch und fettarme Milchprodukte wählen.
  • Wenig verarbeitete Lebensmittel kaufen, um versteckte Fette zu minimieren.
  • Nüsse, Samen, Fisch, Soja, Oliven und Avocado sind gesündere Optionen, da sie die essenziellen langkettigen Fettsäuren enthalten und diese Fette von anderen guten Nährstoffen begleitet werden.
  • Wenn man beim Kochen Fette hinzufügt, dann lieber einfach ungesättigte Öle wie Oliven- und Rapsöl.
Einkaufen für gesundes Essen
  • Lieber die die reduzierte oder fettarme Version eines Lebensmittels wählen.
  • Magere Fleischstücke und hautlose Hähnchenbrust kaufen.
  • Fastfood, Pommes, Chips, verarbeitetes Fleisch, Gebäck und Pasteten, die alle große Mengen an Fett enthalten, begrenzen.
Nährstoffe erhalten
  • Wasserlösliche Vitamine sind empfindlich und können beim Zubereiten und Kochen leicht zerstört werden.
  • Gemüse lieber abbürsten als es zu schälen, da viele Nährstoffe in der Nähe der Schale gefunden werden.
  • Mikrowellen- oder Dampfgemüse zubereiten, anstatt es zu kochen.

Der wichtigste Tipp ist jedoch, möglichst viel Rohkost zu essen, wenn man es gut verträgt. Werden Obst und Gemüse nicht über 42 Grad erhitzt, dann sind sie noch deutlich vitaler und enthalten mehr Vitamine und Nährstoffe.

Oft wird jedoch berichtet, dass abendliche Rohkost den Magen belastet. Dann sollte man abends lieber etwas Leichtes dünsten. Natürlich hängt es immer auch mit den kulturellen Gewohnheiten zusammen. Man sollte nicht denken, dass man im Handumdrehen seinen Magen umgewöhnen kann, und in stressigen Situationen zu bewährten Speisen greifen. Es ergeben sich viele Gelegenheiten, auch mal etwas Neues zu probieren, zum Beispiel in der Mensa oder beim gemeinsamen Essen mit Freunden und Studienkollegen.

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