Welche psychischen Folgen hinterlässt die Pandemie bei Kindern?

Während der Corona-Pandemie müssen noch immer viele Kinder zu Hause unterrichtet werden. // Foto: DJD

Kinder waren von der Coronapandemie besonders hart getroffen. Schulen mussten schließen, Treffen mit Freunden waren zeitweise nicht möglich. Wie sich das auf Kinder und Jugendliche auswirken kann, untersuchen Forschende der TU Dresden.

Schülerinnen und Schüler waren und sind eine der am meisten unter der Pandemie leidenden Gruppe: digitaler Schulunterricht, das Wegfallen von sozialen Kontakten in der Freizeit, Ausfall von Sportunterricht und keine Freizeitaktivitäten mit dem Freundeskreis. Auch als es Lockerungen gab und Schüler:innen wieder zur Schule gehen durften, blieben die Angst und Unsicherheit allgegenwärtig, ob etwa die eigene Klasse wieder in Quarantäne gehen muss oder ob man sich selbst anstecken würde. Diese Zeit der Entbehrungen, Einschränkungen und Verunsicherung gepaart mit den Anforderungen des Heranwachsens sind für die psychische Entwicklung eines jeden Kindes eine Herausforderung.

Prof. Hendrik Berth, Leiter der Forschungsgruppe Angewandte Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie im eigenständigen Bereich für Psychosoziale Medizin und Entwicklungsneurowissenschaften am Dresdner Universitätsklinikum, und Dr. Christin Bohl, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in dieser Forschungsgruppe, werden in der TUD Lectures Reihe zu „Corona“ am 22.11.2021 um 18:00 Uhr Einblicke in ihre Forschungsergebnisse über die „Psychische Belastung von Kindern während der Coronazeit“ geben. Die Veranstaltung können alle Interessierten live verfolgen.

Im Rahmen eines EU-geförderten Projektes, das sich mit dem Schutz des psychischen Wohlbefindens der Kinder während der Pandemiezeit auseinandersetzt, ist Prof. Berth mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Griechenland, Spanien, Italien, Kroatien, Frankreich und Zypern in Kontakt. Im Ergebnis der Forschungsarbeit soll ein Schulungspaket für Lehrerende, Erzieher:innen und andere pädagogische Fachkräfte entstehen, das Lehr- und Lerntexte mit dazugehörigen Übungen, Präsentationen und Videos enthält.

Moderiert wird die Veranstaltung von der Hochschulgruppe „Balu und Du“. Das bundesweite Mentoringprogramm fördert Grundschulkinder im außerschulischen Bereich. Junge, engagierte Leute übernehmen ehrenamtlich mindestens ein Jahr lang eine individuelle Patenschaft für ein Kind. Sie helfen diesen Kindern durch persönliche Zugewandtheit und aktive Freizeitgestaltung, sich in unserer Gesellschaft zu entwickeln und zu lernen, wie man die Herausforderungen des Alltags erfolgreich meistern kann. Während der Coronapandemie war die Hilfe der Mentorinnen und Mentoren besonders gefragt und benötigt.

Zur Veranstaltung steht ein Schriftendolmetscher zur Verfügung. Sollte Unterstützung durch einen Gebärdendolmetscherdienst benötigt werden, bittet die TUD um entsprechenden Information unter tudlectures@tu-dresden.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.