Mit 8.000 Zuschauern gegen den „Lieblingsgegner“

Mit 8.000 Zuschauern gegen den „Lieblingsgegner“
Nicht ganz so viele – aber immerhin rund 8.00 – Zuschauer können das Ost-Derby gegen Hansa Rostock erleben. // Foto: Archiv

Dynamo bangt vorm Ost-Derby noch um den Einsatz von Stammkeper Broll.

Am Sonntag wartet ein echter Leckerbissen auf Dresdens Fußballfans: Die SG Dynamo Dresden empfängt der FC Hansa Rostock zum Ostklassiker und will dort ihren Punktelauf in der 2. Bundesliga weiter ausbauen. Zum Heimspiel dürfen am Sonntag 8.000 Zuschauer ins Rudolf-Harbig-Stadion. Das bedeutet eine Auslastung von circa 25 Prozent, die der Freistaat Sachsen genehmigt hat.

Keine Frage, dass das Ost-Derby eine solche Kulisse – am besten noch größer – verdient hat. Schließlich geht es an diesem Tag nicht nur um Zweitliga-Punkte, sondern auch um einen würdigen Abschied von Dynamo-Ikone „Dixie“ Dörner.

Bekanntlich konnte Dynamo das Hinspiel im vergangenen August in Rostock mit 3:1 gewinnen und somit auch die Gesamtbilanz gegen die Ostseestädter ausbauen. In den zurückliegenden Jahren konnten die Schwarzgelben 27 mal gewinnen, in 16 Spielen verlieren, 22 mal wurde Remis gespielt. Dabei erwies sich der Ostsee-Klub bei den Dynamo-Fans erst Ende der 80er Jahre als „Erzfeind“. Kaum zu glauben: Dynamo gegen Hansa war früher kein „Hassduell“. Es gab sogar eine Fanfreundschaft, die 1988 begraben wurde. Die Ursache dafür lag darin, dass Hansa im November 1988 das Spiel bei Dynamo mit 0:5 verlor und daraufhin der frustrierte Rostocker Torwart Jens Kunath einem Spieler der Schwarz-gelben einen Faustschlag verpasste. Dies schwappte blitzartig auf die Anhänger beider Mannschaften über, so dass es auf den Rängen zu wüsten Schlägereien kam. Der größte Rivale der SGD wäre damit genannt.

Hansa ist aber auch Dynamos Lieblingsgegner: Ligenübergreifend ist die SGD bei sieben Dreiern und vier Remis seit elf Partien gegen Hansa ungeschlagen.

Am Sonntag wird es auf dem Dynamo-Rasen auf jeden Fall friedlicher aber gewiss auch kämpferisch zur Sache gehen, schließlich liegen beide Teams im unteren Mittelfeld mit nur drei Zählern Differenz dicht beienander. Die Dynamos sind fürs Derby gut gerüstet, müssen allerdings vor dem Spiel noch um den Einsatz ihres Stammtorhüters Kevin Broll bangen. Der hat aus dem Spiel in Hannover eine Handverletzung und müsste im Notfall von Anton Mitryushkin vertreten werden.

Ekki’s Intermezzo: …und der Zukunft zugewandt

Was wie eine geballte Ladung Ostalgie klingt, ist bei Dynamo Zukunftsmusik. Das Ziel ist nicht neu. Spätestens mit dem Slogan „Wir haben einen Traum“ wurde er schon vor einiger Zeit formuliert, nun wurde er von Dynamos kaufmännischem Geschäftsführer Jürgen Wehlend konkretisiert. Ein Strategieplan mit dem Namen „Dynamo 2025+“ soll dafür sorgen, dass Dynamo in spätestens fünf Jahren wieder erstklassig sein will. Doch dafür braucht man eine Menge Geld. Doch woher? Wehlend hat mit seinem Team sämtliche Bereiche untersucht und dabei viele Ideen gesammelt. Dazu gehört unter anderem das Aufstellen einer zusätzlichen Werbebande bei den Spielen im Harbig-Stadion. Gelder sollen künftig auch durch den Ticketzweitmarkt fließen, also beispielsweise den Weiterverkauf der Plätze verhinderter Jahreskarteninhaber. Ein weiteres Standbein: mehr Anteil an der Dynamo Dresden Merchandising GmbH, die die Fanartikel vertreibt. Weitere Dynamo-Shops sollen entstehen, wo es nicht nur Schals und Trikots zu kaufen gibt, sondern das volle schwarzgelbe Programm: Tickets, Mitgliedsanträge, Stadionführungen. Nun mag so mancher Fußballfan behaupten dass Geld keine Tore schießt. So kann man die Aussage von Alt Trainer-Fuchs Hans Meyer dagegenhalten, dass kein Geld erst recht keinen Treffer erzielt. – Geld hin, Geld her – der Fußball sollte weiterhin bei Dynamo die zentrale Rolle spielen.

EKKI GARTEN

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