Dynamo Dresden vor entscheidendem Relegationsspiel

Dynamo Dresden
Foto: SG Dynamo Dresden/Archiv

Nach dem 0:0 im Hinspiel ist die Ausgangslage klar: Zweitligist Dynamo Dresden muss heute gewinnen, um sich im Relegationsrückspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zu behaupten.

Dynamo-Trainer Guerino Capretti fordert von seinem Team einen mutigen Auftritt. „Unsere Zweikampfwerte waren in Lautern hinten raus richtig gut, das ist auch unser Ansatz jetzt. Was wir besser machen wollen, sind unsere Offensiv-Aktionen. Wir müssen mutiger in den Offensiv-Aktionen sein. Wir müssen mehr Torchancen generieren und Tore schießen, das ist das Ziel“, sagte Capretti am Montag auf der Pressekonferenz in Dresden.

Das letzte Spiel der Saison wäre ein guter Zeitpunkt für den ersten Sieg in diesem Jahr. Einen emotionalen Erfolg landete Dresden laut Knipping schon mit dem 0:0 im Hinspiel. „Auf dem Betzenberg vor fast 50 000 frenetischen Fans zu bestehen, muss sich nach unserer langen Serie nicht gewonnener Spiele wie ein Sieg anfühlen“, so der 29-Jährige. „Als Kind hat man davon geträumt, in einem solchen Stadion solche Spiele zu spielen, mir macht das richtig Spaß.“

Spaß, der sich vermutlich nicht auf das Spiel übertragen lässt. Wie schon das erste Aufeinandertreffen dürfte auch das Rückspiel kein glanzvolles Fußball-Fest werden. Dafür steht für beide Clubs zu viel auf dem Spiel. „Es ist ein echtes Endspiel, es muss einen Sieger geben“, sagte FCK-Trainer Dirk Schuster. „Der massive Druck liegt eher bei Dynamo als höherklassigem Verein. Für uns gilt: Volle Konzentration auf diese 90, vielleicht 120 Minuten oder noch länger.“

Es sind die üblichen verbalen Spielchen, den Gegner in diesen Situationen stark zu reden. Capretti muss vor dem Anpfiff wie in Kaiserslautern wieder das große rhetorische Besteck rausholen. „Er hat eine unfassbar gute Ansprache vor dem Spiel gehalten“, berichtete Knipping. Er habe die Mannschaft definitiv heiß gemacht und gut eingestellt.

Dass es Diskussion über Capretti gibt, ist angesichts der bisherigen Erfolglosigkeit normal. Und womöglich entschließt sich Dynamo im Sommer zu einem erneuten Personalwechsel auf der Stelle. Doch am Dienstagabend müssen diese Gedanken an die Zukunft verdrängt werden.

Die Fans könnten heute ein entscheidender Faktor sein, ahnt auch Schuster. Deshalb machte es der 54-Jährige wie Knipping und versuchte, den Vorteil auf seine Seite zu ziehen. „Ich habe es der Mannschaft schon gesagt: Wir sollten das positiv angehen. Es gibt eigentlich nichts Schöneres, als wenn man 30.000 Leute im Stadion gegen sich hat und diesen Leuten dann beweisen kann, dass man ihrer Mannschaft auch wehtun kann“, sagte Schuster. Etwa 3.000 FCK-Fans werden im Dresdner Stadion sein. Dynamos Michael Sollbauer betonte dagegen: „Kaiserslautern erwartet der berühmte zwölfte Mann. Ich glaube, dass wird ein Feuerwerk geben, da freuen wir uns drauf.“

Die Partie wird vom Pay-TV-Sender Sky live im TV übertragen.

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