Zukunftsstadt Dresden: Diese Jobs sind in den nächsten Jahren besonders gefragt

Zukunftsstadt Dresden
Dresden ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zu einer der acht deutschen "Zukunftsstädte" ernannt worden. // Foto: Pixabay

Dresden hat sich als große Stadt für die Teilnahme am Projekt Zukunftsstadt Dresden entschlossen und schon erste Ergebnisse erhalten. Dresden ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zu einer der acht deutschen „Zukunftsstädte“ ernannt worden. Schon seit 2015 wird in Dresden an einzelnen Visionen für eine nachhaltige Vision der Stadt für Dresdens Zukunft gearbeitet. Die Visionsebene im Zukunftsbild lautet: Die Stadt aus Nachbarschaften, Selbststeuerung & urbane Selbstorganisation umzugestalten.

Es werden stets neue Projekte im Rahmen dieser Projektidee gefördert und es geht darum, Dresden bis 2030 fit für die Zukunft umzugestalten. Jeder in Dresden ist dazu aufgerufen, sich einzubringen und die Zukunft mitzugestalten. Auf digitaler Ebene sind viele Stellen entstanden, die die Zukunftsvisionen für Dresden umsetzen. Vieles ist schon in die Wege geleitet worden und neue Projekte oder Nachfolgeprojekte werden geschaffen.

Unternehmen sind gefragt und werden gefördert im Projekt Nachhaltigkeit Unternehmen!

Das Projekt wird mit folgender Frage formuliert: Wie kann ein Unternehmen von morgen aussehen – in einer Wirtschaft, die gerecht ist und planetare Grenzen respektiert? Im Rahmen der Projektidee sind schon Projekte mit dem theater junge generation (tjg) und in der Stadtentwässerung Dresden (SEDD) durchgeführt worden. Die Nachhaltigkeits- und Gemeinwohlausrichtung ist gegeben und ein Coaching in der Umwelt AG ist dabei entstanden.

Beide Projekte werden weitergeführt und neue Unternehmen werden aufgefordert, sich beim Projektgründer Sascha Kornek anzumelden. Projektkoordinatorin Juliane Amtenbrink arbeitet als Unternehmensberaterin an den Projekten mit. Der Fokus wird weiter auf soziale Prozesse, Umweltideen und Nachhaltigkeits-Kompetenztrainings gelegt, sodass noch mehr Unternehmen umgestaltet werden können. Denn Transformationen brauchen Handlungserfahrungen, Lernkultur, viele Perspektiven und Beteiligungen.

Schulen für die Schüler attraktiver gestalten

In oder an einer Grundschule haben Schüler, Lehrer, Eltern, Betreuer und Anwohner begonnen, das Außengelände im Rahmen der Projektidee zu einer „grünen Oase“ umzuwandeln. Die Achtsamkeit gegen oder mit Natur und Umwelt wird dabei gestärkt. Wichtig ist auch gewesen, die SOKO Schulhof zu gründen. Parallel dazu ist der Neubau einer Turnhalle gestartet worden. In einer Abschlusskonferenz sind die Erfahrungen für andere Schulen weitergegeben worden, sodass ein Nachfolgeprojekt entstanden ist für die Zukunftsstadt 2.0 mit dem Namen Schulhof-Transformers. Es haben sich neue Workshops gebildet und Entwicklungsschritte werden auf einer Webseite dazu dokumentiert.

Weitere Ideen sind entstanden und mit der Einbindung von Schulverwaltungsamt, Gesundheitsamt und Umweltamt arbeiten nun welche an einem Sächsischen Landesprogramm mit dem Motto „Mehrwert – Nachhaltig aus der Krise“. Ein weiteres Projekt läuft seit Herbst 2021 mit dem Namen „Klima im Schulgelände“ – Nachhaltige Begrünungsmaßnahmen mit Beteiligung, Freiraumgestaltung und Gesundheitsförderung verknüpfen, ein Pilotprojekt der Landeshauptstadt Dresden“. Dieses Projekt soll bis Ende des Jahres 2022 Ergebnisse liefern.

Bürgerschaftliches Engagement in nachhaltigen und aktiven Nachbarschaften

Das Projekt „Stadtteilfonds“ ist in den Stadtteilen Johannstadt sowie Pieschen-Süd/Mickten begonnen worden. Die Stadtteilfonds werden jeweils 2 Euro pro Einwohner und Kalenderjahr gefüllt und durch Spenden privater Unternehmen ergänzt. Alle Bürger mit Ideen, die das Umfeld schöner oder lebenswerter machen, können sich für Projekte bewerben. Die Umsetzung des bürgerschaftlichen Engagements wird aktiv unterstützt. Stadtteilbeiräte entscheiden über die Vergabe der Mittel. Wichtige Einrichtungen arbeiten zusammen und sind miteinander vernetzt.

Menschen aus den Stadtteilen lassen sich in die Beiräte wählen und sind auch aktiv an der gelebten Demokratie beteiligt. Dazu wird ein Leitfaden erstellt, um auch andere Stadtteile in Dresden anzuregen und die Möglichkeiten der partizipativen, demokratischen und nachhaltigen Stadtentwicklung besser nutzen zu können. Die begonnenen Stadtteilprojekte sind erfolgreich in der Umsetzung. 74 Projektideen sind bereits umgesetzt worden.

Nun wird auch daran getüftelt, bürokratische Hürden abzubauen, damit noch mehr Stadtteile mitgestalten. Eine Finanzierung aus dem städtischen Haushalt wird geprüft. Im Rahmen eines Workshops dazu ist ein neuer Verein In Gruna leben e.V. entstanden. Neue Mitglieder können sich gern mit weiteren Ideen einbringen.

Weitere Projekte für die Zukunftsstadt 2.0 Dresden

In Dresden wird aktiv in vielen weiteren Projekten an Ideen für die Zukunft gearbeitet. Nachfolgend werden noch weitere Projektideen aufgeführt:

  • Woche des guten Lebens
  • Essbares öffentliches Stadtgrün – bürgerschaftlich gepflegt
  • Essbarer Stadtteil Plauen
  • „Zur Tonne“, Projekt gegen Lebensmittelverschwendung
  • Materialvermittlung Dresden, Ressourcen besser nutzen
  • Generationenschmiede
  • Zirkuläres Bauen Dresden
  • The Green Technology project, Reparaturwerkstatt bei Elektrogeräten

Die Ideen sind vielfältig und können im Rahmen des Gesamtprojekts Zukunftsstadt 2.0 Dresden unterstützt und gefördert werden. Sicher lässt sich mit bewilligten Mitteln noch vieles Weitere auf den Weg bringen. Es ist gut, dass die aktive Mitarbeit der Bürger in Dresden dabei in den Mittelpunkt gestellt wird. Ziel ist es oft, die Umwelt- und Lebensqualität verbessern.

In der Generationenschmiede geht es primär auch um das Miteinander der Generationen. Das essbare öffentliche Stadtgrün ist ein sinnvolles Projekt für die Zukunft, um auch mehr Nahrungsmittel zu erschließen. Aktive Mitbürger in dem Projekt können die Flächen pflegen und Früchte, Kräuter und Gemüse ernten. Die beiden Projekte sind ein gutes Modell für eine nachhaltigere und resilientere Zukunft. Langfristig ist geplant, dass sich die Projekte selbst tragen. Das ist bisher noch nicht erreicht worden.

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