Wandern in Wetzlar: Die Natur genießen wie einst Goethe

Auf dem Wetzlarer Goetheweg begegnet einem der Dichter als lebensgroße Statue.
Auf dem Wetzlarer Goetheweg begegnet einem der Dichter als lebensgroße Statue. Foto: djd/Tourist-Information Wetzlar/Dominik Ketz

Verschiedene Wege verbinden Naturerlebnis mit Geschichte und kulturellem Erbe

Die Luft ist kalt und klar und die Natur entlang menschenleerer Wege wirkt beruhigender denn je. Stress, was ist das noch mal? Das Wandern in der kalten Jahreshälfte hat seinen ganz besonderen Reiz. Alles, was man braucht, ist festes Schuhwerk und wärmende Outdoor-Kleidung, die man nach dem Zwiebelprinzip in mehreren Schichten übereinander trägt. So ist man bestens auf unterschiedliche Wettersituationen vorbereitet. In Deutschland gibt es etliche malerische Wanderwege, doch manche haben das gewisse Etwas, beispielsweise der Wetzlarer Goetheweg.

Zitat-Steine verweisen auf Goethes Briefroman

Der acht Kilometer lange Rundkurs ist ein Naturerlebnis auf den Spuren von Johann Wolfgang von Goethe, der im Jahr 1772 ein Praktikum am Reichskammergericht in der Stadt an der Lahn absolvierte. Der Weg führt entlang der Pfade, die der passionierte Naturforscher seiner Zeit häufig ging, um den Blick ins Lahntal auszukosten. Hier erhielt er Inspiration. So kennzeichnen heute Zitat-Steine am Wegesrand die Stellen, denen Schauplätze in „Die Leiden des jungen Werthers“ zugrunde liegen. Erreicht man den Stadtteil Garbenheim, begegnet einem auf dem Goetheplatz schließlich der Dichter als lebensgroße Statue. Wer mehr darüber erfahren möchte, wie der junge Goethe seine Zeit in Wetzlar verbrachte, sollte zudem die Museen im Lottehaus und im Jerusalemhaus besuchen. Auch der Drei-Türme-Weg ist nicht bloß ein Wanderweg, sondern zugleich ein Stück Geschichte. Er verläuft auf rund 20 Kilometern einmal um die ehemalige Reichsstadt herum. Deren historische Verteidigungsanlagen bilden das zentrale Thema des Rundwegs: Tafeln informieren am Kalsmunt, an der Brühlsbacher Warte und am Bismarckturm über die Geschichte der Wachtürme. Die abwechslungsreiche Strecke führt vorbei an der Theutbirg-Basilika, am Eisensteinweg in Nauborn und über den Weinberg Wetzlar, der zum nationalen Naturerbe zählt.

Komfortweg mit nur geringen Steigungen

Der Komfortweg Kirschenwäldchen führt auf drei Kilometern durch das Waldgebiet am Stoppelberg. Unter http://www.wetzlar-tourismus.de können digitale Karten zu den Streckenverläufen heruntergeladen werden. Da er nur über geringe Steigungen verfügt, kann er auch von bewegungseingeschränkten Menschen oder mit dem Kinderwagen sehr gut genutzt werden. Sitzbänke am Wegesrand laden immer wieder zum Verweilen ein, und Erlebnisstationen machen den Weg auch für Kinder interessant.

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