Simmel Edeka eröffnet Markt in Bannewitz

Simmel Edeka Bannewitz
Peter Simmel freut sich auf die Eröffnung seines neuen Marktes in Bannewitz (ehemals Real). Alle Fotos: Pönisch

Am 7. Dezember ist es soweit: Peter Simmel eröffnet nach knapp sieben Monaten Bauzeit einen neuen Edeka-Markt in Bannewitz. Der „dritte Simmel“ ist zugleich der größte in der Dresdner Region.

Zum Pressetermin am Montagvormittag, also 48 Stunden vor der großen Wiedereröffnung, gleicht das Areal des ehemaligen Real-Marktes in Bannewitz einer Großbaustelle. Zumindest von außen gesehen scheint es undenkbar, dass zwei Tage später Kunden hier mit leeren Einkaufswagen hinein und mit vollen wieder herauskommen. Und Lebensmittel-Einzelhändler Peter Simmel schwant schon: „Wenn wir am Mittwochfrüh die Türen vorn aufsperren, werden hinten die letzten Handwerker gerade rausgehen.“ Wie das eben so sei heutzutage auf einer Großbaustelle.

Simmel optimistisch: Dieser Markt ist hochmodern

Das alte Real-Gebäude mit seinen 6.000 Quadratmetern Fläche wird neu aufgeteilt: Mit 4.000qm nimmt Edeka Simmel den größten Platz ein, auf 960qm zieht ein Aldi-Markt ein. Auch die Bäckerei & Konditorei Laube und der Florist „Die Blumengeschwister“ aus Freital ziehen pünktlich ein. Die Drogeriekette Rossmann folgt am 26. Januar, „Ernsting’s Family“ und ein Post-/Lottoshop am 31. Januar.

Für Peter Simmel ist der Bannewitzer bereits der 24. Einkaufsmarkt. Vier betreibt Simmel in Bayern, 19 in Sachsen, einen in Thüringen. „In Sachsen gibt es einfach die passenden Flächen ab 1.500 Quadratmeter. In Bayern sind solche Größen in guten Lagen kaum noch zu haben“, begründet er sein Sachsen-Engagement. Der Bannewitzer Markt liegt in der Simmel-Gruppe größenmäßig auf Platz zwei, nur der Edeka-Markt in Pullach ist noch etwas größer. „Allerdings ist die Größe nicht entscheidend. Wenn es mir und meinem Team keine Freude machen würde, ergäbe es keinen Sinn“, sagt Peter Simmel.

Dafür wird der neue Edeka An der Zschauke 4 wohl der technisch modernste sein: Die Preisschilder an den Regalen sind nicht mehr aus Papier, sondern kleine elektronische Digitalanzeigen. „Wenn sich Preise ändern, dann müssen die Mitarbeiter nicht mehr umständlich Zettel austauschen. Und das geht per Knopfdruck blitzschnell“, erklärt Peter Simmel.

Solarzellen auf dem Dach spenden Strom für Kühltruhen und -schränke und beim Bezahlen werden moderne Tresorkassen eingesetzt. Der Vorteil: Überfälle auf gut gefüllte Kassen sind nicht mehr möglich, die Kassierenden kommen mit Bargeld gar nicht mehr in Berührung und können sich jederzeit untereinander abwechseln.

Bewusst aus der Region und sehr viel bio und vegan

72.357 verschiedene Artikel stehen auf der Sortimentsliste, darunter über 12.000 Bio- und vegane Produkte. Zu den rund 200 Lieferanten gehört eine stattliche Anzahl von Produzenten aus der Region – ob Radeberger und Dürrröhrsdorfer Wurstwaren, der Großenhainer Geflügelhof, die Eismanufaktur Paupau oder Heide Säfte. Ganz neue Lieferverträge konnte Peter Simmel mit der Altenberger Likörfabrik abschließen, mit „Bienentherapie“ (Honig) aus Kreischa, der Lawego GmbH (Knoblauchgewürze) aus Königswartha und der Privatkäserei Tom Klinnert aus Rabenau. „Ganz entscheidend: Bei uns gibt es kein Schweinefleisch aus Massentierhaltung. Auch das Rindfleisch kommt von Tieren, die auf Weiden stehen konnten. Die Tiere sind nicht mit Antibiotika vollgestopft.“ Das Fleisch sei zwar teurer, aber „die Kunden danken es uns. Das sehen wir in den anderen beiden Dresdner Märkten am Albertplatz und am Hauptbahnhof„.

Arbeitskräftemangel? Ein Fremdwort für Simmel

Rund 35 Millionen Euro hat Peter Simmel in den Komplettumbau des alten Real-Marktes investiert. Seit dem Baustart am 18. Mai 2022 wurde das Gebäude vom Boden bis zur Decke grundhaft saniert – inklusive Haustechnik, Heizung, Lüftung und Sanitäreinrichtungen. Die ausführenden Gewerke sind in der Region ansässig.

Noch viel mehr investiert der gebürtige Bayer jedoch in sein Personal. Die 60 Mitarbeitenden im neuen Bannewitzer Edeka erhalten wie alle anderen „Simmelianer“ einmal im Jahr eine Gewinnbeteiligung sowie zusätzlich eine Lohnkosten-Prämie. „Das sind im Schnitt zwei zusätzliche Monatslöhne“, sagt Peter Simmel. Dies führe dazu, dass die meisten Mitarbeiter dem Unternehmen über sehr viele Jahre die Treue halten. „Also Arbeitskräftemangel ist nicht wirklich ein Thema bei uns.“

Dass er für den Bannewitzer Markt trotzdem Azubis sucht, die ab Sommer hier lernen wollen, hat einen Grund: 50 der 60 Mitarbeiter waren bis 31. März bei Real angestellt, Simmel hat sie alle übernommen. „Der Altersdurchschnitt hier ist etwas höher als in den anderen Märkten. Deshalb suchen wir Nachwuchs.“

1 Kommentar

  1. Wir waren heute den 7.12.22 im Edekamarkt in Bannewitz zur Eröffnung. Leider sind keine Toiletten vorhanden , was das einkaufen trübt. wenn ein Markt öffnet müssen Toiletten vorhanden sein.

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