Vom Europabrunnen bis zum Schillerplatz

Die geschlossene Bebauung am Schillerplatz geht auf den Blasewitzer Architekten und Ortschronisten Karl Emil Scherz zurück. Foto: Peter Weidenhagen

Im Westen von Blasewitz erblicken Besucher aus Busfenstern oder Spaziergänger zahlreiche prächtige Villen, umgeben von gepflegten Parkanlagen. Denn in dem Dresdner Nobelviertel errichteten im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert namhafte Architekten für wohlhabende Bauherren sehenswerte Bauten, die inzwischen aufwendig saniert sind.
Den Europabrunnen schuf 1922 der in Blasewitz lebende Bildhauer Georg Wrba (1842–1939). Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bronzeskulptur „Europa auf dem Stier“ eingeschmolzen und 1995 neu geschaffen.
Ein Ort der Stille, der Waldpark, lädt zum Verweilen ein. Entlang des einstigen Reitweges der Wettiner finden sich dort  im Zeitgeist des Historismus errichtete Prachtvillen.

Ein Denkmal erinnert an Arthur Willibald Königsheim (1816 bis 1886). Der Regierungsrat wirkte erfolgreich einer planlosen Zersiedlung der hiesigen Ortsflächen entgegen. 1869 sicherte er mit einer Vereinsgründung die Erhaltung des Blasewitzer Tännichts als zusammenhängende Waldfläche auf rund 23 Hektar. Der daraus gestaltete Waldpark wurde 1921, also noch kurz vor der Eingemeindung zu Dresden, einer Stiftung übereignet und blieb so der Nachwelt erhalten.
Nach 1870 pflegte ihn der Gartenarchitekt Sigismund Neumann (1823–1880). Dem Gestalter der Parkanlage an den Elbschlössern ist ebenfalls ein Denkmal gewidmet. Seine Wohnstatt „Sidonienhof“ befindet sich genauso im Stadtteil wie die des Architekten und Blasewitzer Ortschronisten Karl Emil Scherz. Zu dessen bedeutendsten Bauten in Blasewitz zählen die Heilig-Geist-Kirche, die Villa Rothermundt, das Gymnasium Kretschmerstraße, die Rathauserweiterung sowie die geschlossene Umbauung am Schillerplatz. Una Giesecke mit Johannes Klötzer

„Blasewitz begreifen – Einzigartige Villenkolonie“

Der Heimatforscher und Buchautor Kurt-Dieter Prskawetz stellt Blasewitz auf unterschiedlichen Flurteilen vor. Der Westen.

So., 17.4. und 17.7., jeweils 14 Uhr ab Haltestelle Linien 6/12 Königsheimplatz, Europabrunnen, Karten zu 8/6 Euro ohne Anmeldung am Treffpunkt

Igeltour-Büro: Löwenstr. 11/Zugang Bautzner Str. 46b, Mo. bis Do., 10 bis 16 Uhr, Fr., 10 bis 14 Uhr,
Tel. 0351 8044557,
www.igeltour-dresden.de

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