Dresden reagiert auf gewachsenen Radverkehr

Der Engpass für Radfahrer an der Bautzner/Ecke Rothenburger Straße wird jetzt entschärft. Foto: Una Giesecke

Besser spät als nie: Dresden legt fünf Jahre, nachdem der Stadtrat dies in Auftrag geben hat, endlich ein Radverkehrskonzept vor. Die Zahl der Radnutzer hat sich seit 1991 in Dresden mehr als verdreifacht. Das Verkehrsmittel hat sich vor allem im Stadtverkehr als flexibel und kostengünstig erwiesen, da wirds schon manchmal eng.
Nach dem tödlichen Unfall einer Radfahrerin an der Bautzner/Ecke Rothenburger Straße zu Beginn dieses Jahres war die Forderung nach mehr Sicherheit nicht mehr zu überhören, dieser Tage wird die Todeskreuzung nun endlich entschärft. Abgesenkter Bordstein und Markierungen sollen das lebensgefährliche Abdrängeln durch Fahrzeuge an der Stelle eindämmen.
Im Gegensatz zur langjährigen Vorfahrtspolitik für die autogerechte Stadt in der Vergangenheit, misst der jetzige Baubürgermeister Schmidt-Lamontain dem Fahrrad hohe Priorität zu. „Vor allem wegen des gegenüber dem Kfz-Verkehr geringeren Flächenbedarfs kann mit einer gezielten Förderung des Radverkehrs das Straßennetz entlastet werden. Radfahren ist außerdem gesund, macht Spaß und leistet ein Betrag für den Klimaschutz und die Stadtqualität.“
Das klare Bekenntnis untersetzt der Grünen-Politiker mit Zielen wie der Verdopplung der Streckenlänge für den Alltagsverkehr, 330 Kilometer davon sollen Wegweiser erhalten. Rund 450 Maßnahmen im Hauptroutennetz stehen an, hinzu kommen Teilkonzepte für mehr Verkehrssicherheit, zum Fahrradparken und zu Bike & Ride.

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