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Multimobil – Dresden wirbt für den Autoverzicht

Kathrin Socher ist mit ihren Kindern viel zu Fuß und per Rad unterwegs. Mit ihrem und anderen Dresdner Gesichtern wirbt jetzt die stadtweite Kampagne „Multimobil“ für die Nutzung von Alternativen zur Blechkolonne. Foto: Una Giesecke Kathrin Socher ist mit ihren Kindern viel zu Fuß und per Rad unterwegs. Mit ihrem und anderen Dresdner Gesichtern wirbt jetzt die stadtweite Kampagne „Multimobil“ für die Nutzung von Alternativen zur Blechkolonne. Foto: Una Giesecke

Dresden wirbt für den Autoverzicht

„Ich liebe die öffentlichen“, sagt Ben* aus Berlin. Der junge Mann ist viel per Anhalter unterwegs, nach Dresden ist er mit dem Fernbus gekommen, und hier bewegt er sich zu Fuß durch die Neustadt. Damit liegt der studentische Gast aus der Hauptstadt voll im Trend.

Just am heutigen Mittwoch – als Oberbürgermeister Dirk Hilbig mit Presserummel in der Gläsernen Manufaktur auf den e-Golf als Dienstfahrzeug umstieg, um Dresdens Pionierrolle als Modellstadt für die Mobilitätszukunft zu unterstreichen –, startete hier auch die Kampagne für Multimodalität. Damit ist nichts anderes gemeint als die Nutzung mehrerer umweltfreundlicher Fortbewegungsarten, wie das immer mehr Dresdner ohnehin längst tun.

Per Rad und zu Fuß

Kathrin Socher ist eines der fünf Gesichter, das nun auf und in der Straßenbahn, als Werbung auf Leihrädern, Teilautos durch die Stadt und die virtuellen Kanäle gefahren wird. Rechts und links von ihr sind Tochter und Sohn zu sehen. „Ich gehe mit den Kindern viel zu Fuß, erledige kurze Wege auch mit dem Rad“, erzählt die Klotzscherin. In Kita und Schule bringt sie die beiden mit dem Auto. „Wenn es bei uns eine Carsharing-Station gäbe, würde ich übers Teilen nachdenken“, sagt die junge Mutter, die das Auto sonst kaum braucht. Zur Arbeit kommt sie mit der S-Bahn oder der Linie 7 zum Hauptbahnhof.

Multimobil – unter dieser Überschrift haben sich daher die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), Teilauto, die Leihradfirma SZ-Bike und die Drewag zusammengetan, was bundesweit ein Novum ist. Unterstützt wird die bis zur Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September laufende Kampagne vom Dresdner Stadtentwicklungsbürgermeister: „Mit Dresdner Gesichtern und deren Mobilitätsgeschichten werben wir dafür, dass es bei vielen Gelegenheiten im Alltag nicht mehr nötig ist, einen eigenen Pkw zu nutzen“, sagt Raoul Schmidt-Lamontain. „So wird die Luft sauberer und Dresden lebenswerter.“ Das findet auch Ben, der seine Rückreise im Internet per Mitfahrgelegenheit sucht.

* Name geändert

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