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Visite beim Grafen Brühl im polnischen Pförten

Hotel auf dem einstigen brühlschen Landsitz Foto: Una Giesecke Hotel auf dem einstigen brühlschen Landsitz Foto: Una Giesecke

Zwölf Kilometer nordöstlich von Forst, im polnischen Brody (Pförten) hat der sächsische Premierminister unter August dem Starken, Graf Heinrich von Brühl, sehenswerte Spuren hinterlassen. In dem weitläufigen Schlosspark organisiert Claudius Wecke, TU-Dresden-Absolvent und Parkleiter von Muskau, Mitmachseminare zur Wiederherstellung der spätbarocken Anlage.

Der prunkvolle Landsitz wurde zwischen 1740 und 1763 berühmt wegen der Festempfänge, zu denen „die graue Eminenz Kursachsens“ ihren Dienstherrn auf der Durchreise zum Königsthron in Warschau auf einen Zwischenstopp einlud. Repräsentativ, ja mustergültig hatte der sächsische Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel das Gelände entworfen und mit Plastiken Gottfried Knöfflers ausgestaltet. Da waren ein Fasanen- und ein Saugarten der Jagdlust des Herrschers vorbehalten; es gab Aussichtsturm, Orangerie und Liebesinsel.

1758 von preußischen Husaren niedergebrannt, gaben russische Besatzer 1945 dem brühlschen Standessitz den Rest; das legendäre Schwanenservice verschwand. Der Park verlotterte, die 1959 gesicherte Ruine verfiel und erhielt erst 2009 mithilfe des polnischen Kulturministers eine Dachdeckung, inzwischen sind Teile restauriert. In ihrer Existenz stark gefährdet, kann die Anlage aber noch gerettet werden.

6. Internationales deutsch-polnisches Parkseminar: vom 3. bis 5.11, https://pfoerten.wordpress.com

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